Kameradenschwein

Staatsanwalt Bernd Reuther führt einen Prozess gegen den stadtbekannten Schläger Thilo Kruse, der wieder einmal einen Mann ins Koma geprügelt hat. Reuther ist kurz davor, den Prozess zu gewinnen. Da widerrufen Kruses Opfer und der als Zeuge auftretende Polizist ihre Aussagen und entlasten Kruse.

Kurz vor dem Abschluss des Prozesses gegen den Schläger Thilo Kruse ziehen dessen Opfer und ein als Zeuge auftretender Polizist ihre belastenden Aussagen zurück. Staatsanwalt Bernd Reuther, überzeugt, dass Kruse die Zeugen manipuliert hat, setzt alles daran, den schwierigen Beweis anzutreten. Dabei schreckt er auch nicht vor einem Undercover-Einsatz in einer illegalen Zockerrunde zurück. Zuvor allerdings wird ein Polizist in einem Lokal erschossen.

Er glaubt, dass Kruse die Zeugen manipuliert habe, nur beweisen kann er es nicht. In der Nacht wird der Polizist Brandschieder bei einem Polizeieinsatz in einem Wiesbadener Lokal erschossen. Ralf Sandner und sein junger Kollege Marcus Pohl wurden von Brandschieder zur Verstärkung gerufen. Der Verdacht fällt auf zwei georgische Schutzgelderpresser, denen der Einsatz galt.

Die Kommissare Thomas und Kerstin können die Georgier fassen, doch die Tatwaffe bleibt unauffindbar. Dann gerät ein Mann ins Visier, den Brandschieder in einem früheren Prozess schwer belastet hatte. Wollweber hatte wegen dessen Aussage das Sorgerecht für seine Kinder verloren. Zur Tatzeit hielt er sich in der Nähe des Lokals auf.

Aber Reuther vermutet, dass Brandschieders Tod etwas mit Kruses kriminellen Aktivitäten zu tun hat. Und er entscheidet sich für einen ungewöhnlichen «Under Cover»-Einsatz. Der ehrenwerte Wiesbadener Staatsanwalt landet in einer Zockerrunde in einem Hinterzimmer, schlägt sich dort beim Pokern beachtlich und erhält Informationen, die die Ermordung des Kollegen in einen ganz anderen Zusammenhang stellen.