Tod einer Ehe

Tod einer Ehe

Das hat Staatsanwalt Bernd Reuther noch nie erlebt: Eine blutüberströmte Frau stürmt in sein Büro und gesteht den Mord an ihrem Ehemann - einem erfolgreichen Konzertagenten. Doch die Leiche ist spurlos vom Tatort verschwunden und wird erst später aus einem See geborgen.

Veronika Glatt, die Ehefrau des erfolgreichen Musikunternehmers Franz Glatt, steht in Bernd Reuthers Büro und gesteht sichtlich erschüttert, ihren Mann erschlagen zu haben. Dieses Geständnis widerruft sie auf Anraten ihren Anwalts Karl Aurich allerdings, als die Leiche ihres Mannes in einem See im Rheingau gefunden wird. Alles deutet auf einen häuslichen Streit und einen anschliessenden Mord aus Eifersucht hin. Veronika Glatt hat kurz vor dem Mord erfahren, dass ihr Mann sie mit zwei Mitarbeiterinnen aus seiner Musikagentur betrügt.

Doch diese Information ging auch an die beiden Liebhaberinnen, und eine von ihnen war zur Tatzeit am Haus der Glatts. Auch Franz Schmaucher, ein früherer Starmusiker, hat ein Mordmotiv, da er kurz zuvor von Glatt entlassen wurde. Als bekannt wird, dass Veronika Glatt regelmässig von ihrem Mann geschlagen wurde, rückt der gemeinsame Sohn Boris ins Visier der Ermittler: Ist er seiner Mutter zu Hilfe gekommen und hat dabei den Vater umgebracht? Praktikantin Anna Lopez gibt ihm für die Tatzeit ein Alibi, das sich aber als falsch herausstellt.

Bernd Reuther wird den Verdacht nicht los, dass Veronika Glatt mit ihrem Schweigen ihren Sohn schützen will. Schliesslich entscheidet sich Bernd aber dafür, Anklage gegen sie zu erheben, um die Wahrheit vor Gericht zu ergründen. Doch dann überrascht Boris das Gericht nicht nur mit einem Geständnis, sondern es stellt sich auch der perfide Grund für Veronikas Schweigen heraus, die selbst einer grossen Lüge aufgesessen ist.