Grossandrang bei Casting für «Anno 1914»

Rund 60 Frauen, Männer und Jugendliche aus der ganzen Deutschschweiz trafen sich am 15. und 16. Februar 2014 in der ehemaligen Textilfabrik Neuthal. Sie wurden unter knapp 800 Bewerberinnen und Bewerbern zum Casting der TV-Sommerserie von «Schweiz aktuell» eingeladen.

Die Kandidaten wurden von den Fernsehmachern auf Herz und Nieren geprüft. Gesucht waren Familien, Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter, Bürogehilfen sowie Dienstmädchen der Fabrikantenfamilie, welche bereit sind während zwei Wochen so zu leben und zu arbeiten wie vor hundert Jahren.

«Wir haben uns als Arbeiterfamilie beworben, weil wir absolute Geschichtsfans sind», erklärt Jacqueline Büchi, welche mit ihrem Mann und den Kindern Merlin (14) und Alenka (10) von Wila ZH angereist ist. «So zu leben wie vor 100 Jahren wäre faszinierend, wenn wir auch grossen Respekt vor dem strengen damaligen Alltag haben».

Ihre Eignung wurde dabei vielfältig getestet. Nebst einem Fragebogen zur damaligen Zeit und Auskünften zur Person gabs ein Fotoshooting sowie Castinginterviews. Sämtliches Fabrikpersonal musste sich schliesslich bei drei praktischen Tests an Webstühlen von damals beweisen. «Was die Kandidatinnen und Kandidaten an Feeling für dieses Handwerk zeigen, ist überraschend und hat uns sehr überzeugt», bilanziert Webereitechniker und Prüfer Max Bosshard. Und auch Projektleiter Daniel Pünter zeigt sich nach dem zweitägigen Casting hoch erfreut. «Wir haben viele Kandidaten getroffen, welche sich ernsthaft mit dieser Zeitepoche auseinandersetzen möchten und hoch motiviert sind, während zwei Wochen die Zeitreise ins 1914 mit allen Schwierigkeiten zu erleben». Bis Ende Februar will das «Schweiz aktuell»-Team seine Kandidatenwahl treffen.

Beiträge zum Casting

    • Grossandrang bei Casting für Anno 1914

      Rund 60 Frauen und Männer wollen leben wie vor 100 Jahren: die Fernsehleute prüften mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für die SRF-Dokuserie auf Herz und Nieren. Gesucht waren Familien, Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter, Bürogehilfen sowie Dienstmädchen der Fabrikantenfamilie, welche sich während zwei Wochen ins Jahr 1914 zurückversetzen lassen wollen.

      5:48 min, aus Schweiz aktuell vom 17.2.2014

    • So wurden die Dienstmädchen geprüft

      Lisa-Maria und Flavia sind zwei von zwölf jungen Frauen, die für die Rolle des Dienstmädchens gecastet wurden. Nebst einem persönlichen Gespräch mussten sie einen Fragebogen ausfüllen und vor der Linse des Fotografen ein gutes Bild abgeben.

      2:08 min vom 18.2.2014

    • Die potenziellen Fabrikarbeiter in den praktischen Tests

      Wer sich für die Rolle der Fabrikarbeiterin oder des Fabrikarbeiters beworben hatte, musste am Casting sein Geschick an den Webstühlen beweisen. Unter den Augen von pensionierten Textilfachleuten versuchten die Kandidaten, die Webstühle zu bedienen und auf Zeit Fäden einzuziehen.

      3:07 min vom 18.2.2014