Marktneuheiten

Nicht nur technische Erfindungen revolutionierten das frühe 20. Jahrhundert, auch in der Nahrungsmittelbranche wurden neue Produkte kreiert. Unter anderem etablierten sich Maggi, Ovomaltine und Toblerone auf dem Schweizer Markt.

Das Geschäft mit den Suppen

Um der Mangelernährung der industriellen Revolution entgegen zu wirken entwickelte Julius Maggi in den 1880er Jahren die ersten günstigen Fertigsuppen. Es folgte kurz darauf die Maggiwürze sowie 1908 die Markteinführung des bis heute bekannten Maggi-Bouillonwürfels. Die neue Art, Suppen zuzubereiten kam bei den Hausfrauen sehr gut an, bedeutete sie doch erheblich weniger Arbeits- und Zeitaufwand. In Deutschland wurden in der gleichen Zeitspanne die «Knorr’schen Suppentabletten» entwickelt.

Süsse Versuchungen

Auch der Chemiker Georg Wander wollte die Mangelernährung bekämpfen und tüftelte dafür bereits 1865 an einem neuen Getränk. Doch erst nach seinem Tod entwickelte sein Sohn Albert das «Kraftnahrungsmittel» weiter und brachte 1904 die «Ovomaltine» auf den Markt und zwar zunächst als medizinisches Präparat.

1908 erfanden Theodor Tobler und sein Cousin Emil Baumann die Toblerone. Kurz darauf wurde die Toblerone die erste patentierte Milchschokolade mit Mandeln und Honig in der Schweiz.

Einige Jahre zuvor, nämlich 1901, wurde in Berlin die «Milka» patentiert. Der Name der Schokolade ist eine Zusammensetzung von «Milch» und «Kakao».