Felicia Irwin-Lier: Farmerin mit Leib und Seele

Vor 43 Jahren wanderte Felicia Irwin-Lier von Klosters nach Kanada aus. Dort fand sie ihr Liebesglück und ein einmaliges Gefühl von Freiheit.

Felicia Irwin-Lier mit ihren beiden Deutschen Schäferhunden.
Bildlegende: Felicia Irwin-Lier mit ihren beiden Deutschen Schäferhunden. zvg

Wegen den weiten Getreidefeldern nennen die Kanadier die Prärieprovinz Alberta auch «Getreideland». Felicia Irwin-Lier wohnt inmitten dieser wundervollen Landschaft auf einer Farm. 18 Kilometer trennen sie vom nächsten Nachbarn.

Mit ihrem Schäferhund «Nero» läuft die ehemalige Fernamt-Telefonistin täglich kilometerweit durch die Getreidefelder und bringt den Männern auf dem Feld das Essen. Die 63-Jährige kann sich trotz harter Arbeit auf der Farm ein Leben in der Schweiz nicht mehr vorstellen.

Zusammen mit ihrem Mann und ihrem einzigen Sohn betreiben sie ganze 1200 Hektaren Getreideland. Freizeit, sagt sie, gibt es kaum. Aber Felicia ist glücklicher denn je. «Ich habe jeden Tag Ferien und das Gefühl von Freiheit, wenn ich mit meinem Hund über unsere weiten Felder laufe.»

Am 14. Oktober feiert Kanada «Thanksgiving», das Erntedankfest. Auch für Felicia Irwin-Lier ist das ein ganz besonderer Tag. Denn an diesem Tag versammelt sich die ganze Familie am grossen Tisch. Da sonst die Zeit fehlt und die Distanzen zu gross sind, sei dies die einzige Gelegenheit im Jahr, alle zu treffen und sich über die Ernte auszutauschen.

Gespielte Musik

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Pascale Folke