Katharina Heyer bei den Walen und Delfinen in Spanien

Vor bald 20 Jahren bekam Katharina Heyer von einem Freund den Tipp, es gebe im Meer vor Tarifa Wale und Delfine. Die passionierte Hobby-Taucherin reiste hin und sah tatsächlich Grindwale und Grosse Tümmler. So fand sie nicht nur eine neue Lebensaufgabe, sondern auch eine neue Heimat.

Katharina Heyer auf
Bildlegende: Katharina Heyer – ihr Arbeitsplatz ist auf dem Meer. zVg

Katharina Heyer gründete eine Stiftung zur Erforschung und zum Schutz dieser Meeressäuger und zog nach Tarifa. Dort bietet sie in den Sommermonaten auch Whale-Watching für Touristen an, bei dem ihr wichtig ist, dass es auf respektvolle Art geschieht. Stets werden bei diesen Ausflügen auch wissenschaftliche Daten erhoben.

Fast schon Afrika

Die Strasse von Gibraltar, die das andalusische Städtchen Tarifa von Marokko trennt, ist an der schmalsten Stelle bloss 14 Kilometer breit. Vom Fenster ihrer Wohnung aus kann Katharina Heyer den Hafen und das Meer überblicken bis hinüber ans afrikanische Ufer. Und ja – auch Flüchtlingsbooten begegnet man auf dem Meer. Dann haben die Kapitäne behördliche Anweisung, die Küstenwache anzurufen und bis zu deren Eintreffen in der Nähe des Bootes zu bleiben. Zum Glück hätten sie noch nie jemanden aus Seenot retten müssen, sagt Katharina Heyer.

Mehr Meer brauchts nicht

Während der Touristen-Saison ist die 73-jährige Zürcherin sehr oft selber auf den Beobachtungsbooten anzutreffen. Das Tauchen hingegen hat sie fast vollständig aufgegeben: «Wenn man den ganzen Tag auf dem Wasser ist, braucht man nicht noch ins Wasser hineinzusteigen», meint sie.

Spanien – Schweiz retour

Im Winter ist das Büro in Tarifa geschlossen und die Boote werden überholt. Diese Zeit verbringt Katharina Heyer deshalb in der Schweiz. Doch bereits Anfang März zieht es sie wieder in den Süden. Sie könnte sich nicht mehr vorstellen, für immer in die Schweiz zurückzukehren. Das Meer, die Strömungen, die Sonne, der Wind würden ihr zu sehr fehlen. Und vor allem die Tiere, denen sie unvergessliche Erlebnisse verdankt. «Es ist eine raue und echte Natur hier», sagt sie.

Gespielte Musik

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Doris Rothen