Markus Ruprecht – Unternehmer und Philosoph in Thailand

Der Grafiker Markus Ruprecht kam 1977 zum ersten Mal nach Thailand. Eher ungeplant, erinnert sich der mittlerweile 74-Jährige aus Burgdorf: «Als ich damals aus dem Flugzeug stieg, fühlte ich mich, als wäre ich nach Hause gekommen.» Mittlerweile sind fünfundzwanzig Jahre vergangen.

Markus Ruprecht mit Brille und grauem Haar.
Bildlegende: «Ein Tag wo man nichts dazu lernt, ist ein verlorener Tag». zVg

Vom Grafiker zum Topffabrikanten 

In der Schweiz war Markus Ruprecht Betriebsleiter in einer industriellen Buchbinderei und machte sich später selbständig. Er gründete einen kleinen Verlag und gab Kunstbücher heraus. Doch die geringen Auflagen verursachten hohe Druckkosten. Ein Bekannter lud ihn deshalb 1977 spontan nach Bangkok ein und zeigte ihm, wie günstig die Druckpreise in Thailand sind.

Es kam alles anders

Markus Ruprecht lernte einen Unternehmer aus der Töpfereibranche kennen und wurde kurzerhand Topffabrikant in Chanthaburi im Osten Thailands. Es wundert ihn noch heute, wie alles zustande kam: «Ich kam wie die Jungfrau zum Kind zu meiner Topffabrik».

Zusammen mit seinem Sohn baute er das Töpferunternehmen aus. 2003 hat er die Fabrik verkauft und suchte nach einer neuen Herausforderung.

«Ein Tag, an dem man nichts dazu lernt, ist ein verlorener Tag»

Markus Ruprecht liebt es, das Leben zu entdecken. Nachdem er seine Firma verkauft hatte, verbrachte er neun Wochen lang in einem buddhistischen Kloster. Heute schreibt Markus Ruprecht Bücher über Religionen und ist Kirchengemeinderat in einer deutschsprachigen, evangelischen Gemeinde: «Ein Heiliger bin ich nicht. Aber die verschiedenen Religionen haben mich schon immer fasziniert.»

 

 

Gespielte Musik

Redaktion: Pascale Folke