Robert Perren in Kanada: «Wir leben fast wie Einsiedler»

Robert Perren und seine Frau Carmen haben sich vor zwölf Jahren für ein Leben in der Wildnis im kanadischen Yukon entschieden. Zusammen mit den drei Kindern bewohnen sie ein Blockhaus am Wheaton River – ohne Strom und fliessend Wasser. Ihr Motto: Lieber weniger Komfort, dafür mehr Lebensqualität.

Famielie Perren: Vater Robert, Mutter Carmen, Töchter Anju und Ava zusammen mit Bruder Lou sitzen vor ihrem Blockhaus am Wheaton River.
Bildlegende: Die Familie Perren hat sich vor zwölf Jahren für ein Leben in der Abgeschiedenheit des Yukon-Territoriums entschieden. zVg

Ein Leben in der Natur und mit der Natur: Der nächstgelegene Ort im kanadischen Territorium Yukon heisst Haines Junction. Mit dem Schulbus sind die Kinder Anju, Ava und Sohn Lou bis zu zwei Stunden dorthin unterwegs. Und wenn es strenge Winter gibt, werden sie schon mal von Zuhause aus unterrichtet. Alle drei Kinder sind in der Wildnis des Yukon geboren, weitab von der Zivilisation.

Ein kleiner Zoo daheim

Robert Perren bietet Kanu- und Trekkingtouren an. Oft ist der 58-jährige Thuner mehrere Wochen unterwegs und von seiner Familie getrennt: «Ich bin lediglich mit einem Satellitentelefon ausgestattet. Doch meine Frau und meine Kinder sind es gewohnt, in der Wildnis zu leben.»

Auf dem Grundstück leben ein Pferd, ein Esel, acht Hunde, Katzen, Wachteln, Hühner und drei Hamster. An eine Rückkehr in die Schweiz denkt die Familie nicht. Was Robert Perren höchstens fehlt: «Die Familie, ein heisses Bad und schnell mal Freunde auf einen Kaffee treffen!»

Gespielte Musik

Moderation: Riccarda Trepp, Redaktion: Pascale Folke