Walter Lüthi – Paris: Per Autostopp in die Stadt der Liebe

Es ist die aussergewöhnliche Auswanderergeschichte von Walter Lüthi. Vor fünfzig Jahren machte der Zürcher vor dem damaligen Hardturm Stadion Autostopp nach Paris und kam nie wieder zurück. Aus dem gelernten Eisenbetonzeichner wurde ein erfolgreicher Balletttänzer.

Walter Lüthi
Bildlegende: Walter Lüthi fand sein Glück in Paris. zvg

Eigentlich wollte Walter Lühti Maler werden und suchte die Inspiration dazu in Paris. Er lernte Leute aus der Ballettszene kennen. Der 18-Jährige entschloss sich kurzerhand, eine Ausbildung zum Balletttänzer zu machen. Seine Familie und Freunde waren anfänglich erstaunt darüber, erinnert sich Walter Lühti: «Damals war das exotisch. Als ich vortanzen ging, war ich als Mann praktisch immer alleine.» Walther Lüthi startete eine grosse Ballettkarriere und tourte zusammen mit einer amerikanischen Balletttruppe um die halbe Welt. Auf der Tour lernte er seine Frau kennen, auch eine Balletttänzerin.

Gibt Ballettunterricht für Senioren

Nach einem Unfall musste Walter Lüthi seine Ballettkarriere an den Nagel hängen. In Paris gründete er eine eigene Ballettschule. Der 68-Jährige unterrichtet bis heute kleine und grosse Tänzer: «Es kommt Jung und Alt. Sogar 90-Jährige tanzen in meiner Schule. Mir bereitet es viel Freude und ich roste zudem nicht ein!»

Gespielte Musik