Wie Suzanne Wolf den Politkrimi in Österreich erlebt hat

Die Bundespräsidenten-Wahl in Österreich hat die Schweizerin Suzanne Wolf zittern lassen: «In den letzten Jahren hat sich ein starker Rechtsdrang entwickelt», sagt sie. Doch der Politkrimi fand ein Happy End, Suzanne Wolf ist zufrieden. Seit 46 Jahren lebt sie schon in Wien.

Suzanne Wolf sitzt in ihrem Garten in Pukersdorf bei Wien.
Bildlegende: «Ich bin mit der Politik gross geworden. Mein Vater war Stadtrat von St. Gallen». zVg

Seit einer Woche führt der Grüne-Politiker Alexander Van der Bellen das höchste Amt in Österreich. Auslandschweizerin Suzanne Wolf hat den Politkrimi hautnah miterlebt. Sie ist erleichtert. Über den Grünen Politiker sagt sie: «Er hat einen gewissen Schmäh, wie man in Wien so schön sagt, sympathisch aber eher ein trockener Typ.»

Mit der Politik gross geworden

Suzanne Wolfs Vater war Stadtrat und Stadtammann in St. Gallen. Er sei ein korrekter Politiker gewesen, erinnert sie sich: «Er war ein Sozialdemokrat und immer sehr korrekt.» Die Politiker in Österreich hingegen würden oft Vetternwirtschaft betreiben. Es laufe alles über Beziehungen.

Die ehemalige Werbe- und Marketingleiterin ist seit rund zehn Jahren pensioniert. Obwohl sie die Politik sehr interessiert, steht der Genuss des Lebens ganz oben auf der Liste: «Ich geniesse die viele Zeit, die ich habe. Ich singe in einem Chor, lerne italienisch und kümmere mich um Haus und Garten.»

 

Gespielte Musik

Redaktion: Pascale Folke