Die Schweiz bauen: Neue Monte-Rosa-Hütte (1)

Sie steht auf 2‘883 Meter über Meer, inmitten einer kargen Landschaft aus Eis und Stein: die neue Monte-Rosa-Hütte. Der achteckige Bau trägt futuristische Züge und funktioniert zu 90 Prozent autark. Damit ist die Hütte wegweisend für zukünftiges Bauen.

Wie ein Fremdling von einem andern Stern wirkt dieser mächtige Kristall: die neue Monte-Rosa-Hütte des Schweizerischen Alpenclubs (2883 Meter über Meer). Aussen sind die kristalline Form und der Glanz des Aluminiums prägend. Innen dominiert massives Holz – Baustoff dieser Konstruktion. Das ist nicht einfach ein Architekturspiel, sondern vielmehr zutiefst funktional. 400 vergleichsweise leichte Holzbauelemente wurden im Tal produziert und per Helikopter eingeflogen. Die Verkleidung schützt als dichter Mantel und enthält Photovoltaik-Elemente – Grundlage für den energetischen Selbstversorgungsgrad der Hütte von 90 Prozent; dazu gehört auch eine eigene Wasserversorgung.

In dieser Hütte verbinden sich Hightech und Lowtech intelligent und wirksam. Entstanden ist sie aus einer viersemestrigen Arbeit Studierender der ETH Zürich. Und Auswirkungen hat sie auf weite Bereiche des künftigen Lebens. Die an der ETH ausgewerteten Betriebsdaten bringen neue Erkenntnisse für das Bauen von morgen, zum Nutzen künftiger Generationen.