Der Sommer war schlechter als die Statistik behauptet

Der Sommer war zwar grau, nass und eher kühl, in der Statistik ist dies aber kaum zu finden.

Der Sommer 2014 neigt sich dem Ende, und kaum jemand wird diesem Sommer nachtrauern. In der ganzen Schweiz war er zu nass, an vielen Orten fiel allerdings der Sommer 2007 noch nasser aus. Im Westen und Süden war es zu grau. Der sonnige Juni sorgte aber dafür, dass die Sonnenstunden im Osten dem langjährigen Mittel entsprechen. Bei den Temperaturen täuscht der Eindruck massiv. Im Vergleich zur internationalen Referenz der Jahre 1961 bis 1990 war es im Norden sogar fast ein Grad zu warm. Die Ursache für diesen Wärmeüberschuss ist bei den milden Nächten und den heissen Tagen im Juni zu suchen. Unser subjektives Frustgefühl ist in der Statistik nur bei der Zahl der Sommertag zu finden, also Tage mit einem Höchstwert von 25 Grad oder mehr. Von diesen gab es nur rund 60 Prozent, verglichen mit der langjährigen Klimastatistik.

Autor/in: Felix Blumer, Moderation: Joëlle Beeler, Redaktion: SRF METEO