Sendungsporträt

Die berühmte Künstlerin Veronika Grønnegaard lädt die junge Blumenverkäuferin Signe auf ihr Gut ein. Signe ahnt da noch nicht, dass Veronika ihre leibliche Mutter ist. Als diese kurz darauf stirbt, muss Signe sich mit ihren drei Halbgeschwistern über das Erbe einigen.

Vier Personen stehen hinter einem Schreibtisch, an welchem ein Notar sitzt.

Bildlegende: Die Darsteller der Serie. SRF/ARRI Film/TV Services GmbH

Die renommierte Künstlerin Veronika Grønnegaard stirbt mit 68 Jahren an Krebs und hinterlässt offiziell drei Kinder, ihre Tochter Gro und die Söhne Frederik und Emil. Doch kurz vor ihrem Tod nimmt sie mit ihrer jüngsten Tochter Kontakt auf, der Floristin Signe, die bei ihrem Vater und dessen Frau Lise gross geworden ist und nichts über ihre Herkunft weiss. Signe ahnt denn auch noch nichts, als Veronika auf einmal in ihrem Blumenladen auftaucht.

Als Signe später Blumen auf Veronikas grosses Anwesen Grønnegaard liefert, spricht die Künstlerin Klartext. Verwirrt fährt Signe nach Hause und erhält schon in der gleichen Nacht einen Anruf von Veronika, der es zunehmend schlechter geht. Sie fährt nochmals nach Grønnegaard, wo ihr Veronika ein Nottestament in die Hand drückt, das sie zur Alleinerbin des millionenschweren Anwesens macht.

Nachkommen mit unterschiedlichen Erbanlagen

Als Veronika am nächsten Tag stirbt, beginnt für Signe und ihre drei neuen Geschwister – alle von ihrer exzentrischen Mutter auf unterschiedlichste Art geprägt – ein schwieriger Kampf um das Haus, mit dem jeder und jede etwas anderes vorhat. Die erfolgreiche Kuratorin Gro möchte eine Stiftung gründen und mit den Werken ihrer Mutter ein Museum aus dem Anwesen machen; der Familienvater Frederik, der seit dem Selbstmord seines Vaters keinen Fuss mehr auf Grønnegaard gesetzt hat, pocht als Ältester auf das Erstrecht. Und der Weltenbummler Emil ist knapp bei Kasse und rechnet fest mit einem Geldbetrag, um sein Bauprojekt in Thailand zu finanzieren. Zu ihrem Erstaunen stellt Signe fest, dass sie ihren Geschwistern keineswegs unbekannt ist. Sie haben alle Erinnerungen an ihre kleine Schwester, die eines Tages plötzlich nicht mehr zu Besuch kam. Signe stellt ihre Eltern zur Rede.

Nach «Borgen» ist die Serie «Die Erbschaft» ein weiteres Serien-Highlight des dänischen Senders DR. Darin brillieren die dänischen Schauspieler Trine Dyrholm, Jesper Christensen, Carsten Bjørnlund und Marie Bach Hansen. Die Erbschaft, um die es in diesem Familiendrama geht, ist eine doppelte. Auf der einen Seite geht es um ein Haus und Vermögen, welches die Kinder von ihrer Mutter erben. Darüber hinaus aber fokussieren die Autoren hinter «Die Erbschaft» auf dem nicht quantifizierbaren Erbe, nämlich darauf, was jedes von Veronikas Kindern von ihr geerbt hat – sie, für die an erster Stelle immer die Kunst stand und nicht die Familie. Ihr Tod wirft die Frage auf, was Familie in einem solchen Erb-Chaos noch bedeutet.

SRF zeigt das von Kritikern hochgelobte Drama jeweils montags um 23.45 Uhr. Die Folgen sind nach der Ausstrahlung noch sieben Tage lang in der Schweiz online zu sehen.

Ab 8. Januar bei SRF

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