Franz Schubert: Streichquartett Nr.15 G-Dur D 887

Franz Schubert hatte seit frühster Kindheit eine enge Beziehung zu Streichinstrumenten. Sein Vater brachte ihm das Geigen- und Bratschenspiel bei, und im Familienquartett erlernte Schubert die Kunst des Quartettspiels. Schon bei seinen ersten Kompositionsversuchen wagte er sich ans Streichquartett.

Geburtshaus von Franz Schubert
Bildlegende: Das Geburtshaus von Franz Schubert in Wien imago / viennaslide

Etwa 20 Quartette hat Schubert insgesamt komponiert. Das G-Dur ist sein letztes Streichquartett, entstanden ist es im Jahr 1826 in nur zehn Tagen. Es ist das progressivste, das modernste Quartett: mit einer Dauer von rund 50 Minuten sprengt es den gewohnten zeitlichen Rahmen, und vor allem geht es auch harmonisch neue, ungewohnte Wege. Das Werk wurde erst lange nach Schuberts Tod im Jahr 1850 in Wien öffentlich uraufgeführt, und die Reaktionen waren zwiespältig, das Publikum zum Teil mit der Intensität und Modernität des Quartetts überfordert. Heute gilt es als einer der Höhepunkte in Schuberts kammermusikalischem Schaffen.

In der Diskothek stehen fünf Interpretationen des G-Dur-Streichquartetts von Schubert zur Diskussion. Gäste von Eva Oertle sind der Geiger Manuel Oswald und der Bratschist Markus Fleck.

Erstausstrahlung: 13.02.17

Redaktion: Eva Oertle