Othmar Schoeck

Kaum verheiratet - schon die erste Ehekrise! Zu Frauen hatte der Komponist Othmar Schoeck zwar immer sehr intensive Beziehungen, aber im Grunde war Schoeck der geborene Junggeselle und fürs Familienleben nicht geeignet.

So verbohrte er sich in den Jahren 1931-33 in einen zutiefst melancholischen Liedzyklus nach Gedichten von Nikolaus Lenau, mit der besonderen Besetzung Bassbariton und Streichquartett. Doch auch der Schaffensprozess kam ins Stocken, und Schoeck konnte den Zyklus erst beenden, als er den pessimistischen Gedichten Lenaus ein abgeklärt-tröstliches von Gottfried Keller hinzufügte. Die Diskothek stellt 5 Aufnahmen zu Diskussion.

Autor/in: Roland Wächter