Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op.45

Grosse Melodiebögen und hochvirtuose Fingerkaskaden kennen wir von den beliebten Klavierkonzerten Sergej Rachmaninows. Was davon findet sich in seinen Orchesterwerken? Etwa in seinen späten «Sinfonischen Tänzen»?

Rachmaninov posiert.
Bildlegende: Schrieb diese Tänze 1940: Sergej Rachmaninow. Wikimedia / Senar.ru

Im Sommer 1940 schrieb Rachmaninow auf Long Island diese drei «fantastischen» Tänze, wie er sie ursprünglich bezeichnete, für ein gross besetztes Orchester. Sie sollten sein sinfonischer Schwanengesang werden und wirken wie ein Rückblick auf sein musikalisches Schaffen, angefangen vom Zitat aus seiner frühen 1. Sinfonie bis zum Dies-Irae-Motiv, das beim Komponisten immer wieder auftaucht. Diese «Sinfonischen Tänze» sind zugänglich und geheimnisvoll zugleich, und man kann sich anhand dieser Musik die Frage stellen, ob Rachmaninow wirklich der «letzte Romantiker» gewesen ist, wie immer wieder gesagt wird.

Gäste von Norbert Graf sind die Musikpublizistin Verena Naegele und der Musikdramaturg Hans-Georg Hofmann.

Erstausstrahlung: 17.09.16

Redaktion: Norbert Graf