W. A. Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 «Haffner»

1782 und 1783 hatte es Mozart wieder einmal sehr eilig. 1782 wird der Salzburger Sigmund Haffner geadelt, und weil er ein Freund der Familie ist, soll Mozart für diesen Anlass eine Serenade komponieren. Eigentlich ist er ja mit anderem Dringendem beschäftigt.

Lithografie mit dem Porträt von Sigmund Haffner
Bildlegende: Sigmund Haffner war von 1768 bis 1772 Bürgermeister der Stadt Salzburg. Wikimedia

Aber es geht dann irgendwie doch, und so entsteht eine mehrsätzige «Haffner-Serenade».

Ein Jahr später, 1783, braucht Mozart für ein Akademiekonzert in Wien dringend eine Sinfonie. So lässt er sich vom Vater aus Salzburg diese Haffner-Serenade schicken, kürzt und bearbeitet sie und fertig ist eine viersätzige Sinfonie («Haffner-Sinfonie»).

Matthias Arter und Patrick Jüdt, beide Mitglieder des Collegium novum Zürich und Dozenten an der Hochschule der Künste Bern, diskutieren in einer Sendung von Roland Wächter fünf Aufnahmen, die alle der «historisch informierten» Aufführungspraxis verpflichtet sind wenn auch ganz unterschiedlich.

(Erstausstrahlung: 14.06.14)

Autor/in: Roland Wächter