Das Attentat von Zug

Kriminalfälle Sélection, Folge 5

  • Donnerstag, 14. August 2014, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 14. August 2014, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 15. August 2014, 5:55 Uhr, SRF 1
    • Dienstag, 19. August 2014, 3:45 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 20. August 2014, 11:35 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 21. August 2014, 3:15 Uhr, SRF 1
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Am 27. September 2001 stürmte Friedrich Leibacher in das Zuger Regierungsgebäude und erschoss 14 Menschen; 18 weitere verletzte er zum Teil schwer. Danach richtete sich der Täter selbst. Die wohl grausamste Tat der Schweizer Kriminalgeschichte führte in mancherlei Hinsicht zu einem Umdenken.

Wiederholung vom 28.07.2009

Ein Film von Marion Friedrich Honegger

Friedrich Leibacher war eine äusserst komplexe Persönlichkeit. Als er sich nach dem Attentat selbst erschoss, ging ein Leben zu Ende, das geprägt war von kriminellen Vergehen, Persönlichkeitsstörungen und psychiatrischen Gutachten, Auswanderträumen sowie missratenen Versuchen, ein normales Leben zu führen.

Dem Attentat ging ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen Friedrich Leibacher und den Zugerland Verkehrbetrieben voraus. Im Zentrum stand ein Buschauffeur, dem Leibacher Alkoholmissbrauch vorwarf. Trotz Abklärungen und zahlreicher Gespräche kam es zu keiner Einigung. Friedrich Leibacher fühlte sich von allen Beteiligten völlig unverstanden und machte seinem Ärger in einem Pamphlet Luft: «Tag des Zornes für die Zuger Mafia» nannte er es.

Im Film von Marion Friedrich Honegger schildern Überlebende die wenigen Sekunden der Tat und ihr Leben danach. Gerichtspsychiater Frank Urbaniok erklärt, wie er das Gefahrenpotential von möglichen Straftätern eruiert, und er analysiert die Persönlichkeit von Friedrich Leibacher. Strafrechtsexperte Christian Schwarzenegger legt dar, welchen Einfluss das Attentat auf das Waffenrecht und die Sicherheitsvorkehrungen für die Behörden hatte. Daneben erzählen Beamte, Angehörige und Betroffene, wie sie Friedrich Leibacher im Lauf der Jahre erlebten. Ein vielseitiges Bild eines Verbrechens, das die Schweiz erschütterte.