Die Entscheidung

14 Tagebücher des Ersten Weltkrieges, Folge 4

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Im Frühjahr 1918 will die deutsche Heeresleitung durch eine letzte große Offensive die Entscheidung herbeiführen. Doch auch dieser Angriff scheitert. Die deutschen Truppen sind am Ende ihrer Kräfte. Der deutsche Erste Generalquartiermeister Ludendorff fordert einen sofortigen Waffenstillstand.

Als Ende Oktober 1918 die deutsche Flotte dennoch zu einem letzten Gefecht auslaufen soll, meutern die Matrosen in Kiel und entwaffnen ihre Offiziere. Der Aufstand breitet sich über das ganze Land aus. Der Kaiser dankt ab. Zivile Politiker unterschreiben schliesslich einen Waffenstillstand. Der Erste Weltkrieg hinterlässt Millionen Tote – und einen zerstörten Kontinent. Es gelingt nicht, mit dem Versailler Friedensvertrag das Fundament für einen dauerhaften Frieden zu legen. Gefühle von Rache und Trauer bleiben und werden bald zu einem weiteren Weltkrieg führen.

Die Protagonisten

Elfriede Kuhr arbeitet in einem Säuglingsheim und muss dort mit ansehen, wie immer mehr Babys unter Mangel und Hunger leiden. Ein Kind stirbt in ihren Armen. Als ihr Lehrer die Klasse auf eine erneute Offensive einschwören will, hat sie genug. Sie verlässt die Schule und kümmert sich um ihre kranke Grossmutter. Voller Angst erwartet sie das Ende des Krieges. Am Grab ihres geliebten Leutnants erkennt sie, dass der Krieg, der so viele Opfer gekostet hat, sinnlos gewesen ist.

Charles Edward Montague arbeitet im Hinterland der Front als Chefzensor für den britischen Geheimdienst. Als die Deutschen vorrücken, scheint für ihn endlich die Zeit gekommen, sich als Frontsoldat zu bewähren. Nach der gescheiterten Grossoffensive der Deutschen führt er Fotoreportern gefangene deutsche Soldaten vor. Dabei bemerkt er, wie überheblich die Sieger mit den Besiegten umgehen. Er sieht darin eine grosse Gefahr für die Zukunft.

Ernst Jünger kämpft mit seinen Männern noch immer an der Westfront. Doch die Lage wird mit jedem Tag aussichtsloser. Es wird immer schwieriger, die Soldaten am Kämpfen zu halten. Dennoch treibt er seine Männer immer wieder voran. Am Ende ist seine ganze Kompagnie aufgerieben – alle sind tot oder übergelaufen. Nachdem er selbst schwer verwundet wird, kehrt Jünger nach Deutschland zurück. In der Heimat muss er erkennen, dass die Revolution das Land verändert hat. In Russland fegen die beiden Revolutionen von 1917 die alten Eliten und die Zarenfamilie weg.

Als zarentreue Kosakin wird Marina Yurlova von den Bolschewiki gefangen genommen. Täglich hört sie, wie Zellennachbarn abgeholt und im Gefängnishof erschossen werden. Als sie fast jede Hoffnung aufgegeben hat, wird sie von weissrussischen Truppen befreit und kann fliehen. Sie rettet sich ins Ausland. Der Krieg hat ihr alles genommen.

Die Darsteller

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