Die Heimat

14 Tagebücher des Ersten Weltkrieges, Folge 3

  • Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 11. Juni 2014, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 12. Juni 2014, 5:15 Uhr, SRF 1
    • Montag, 16. Juni 2014, 11:20 Uhr, SRF 1
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Für die Soldaten an der Front ist die Heimat ein Sehnsuchtsort. Heimat steht für Sicherheit, Geborgenheit, Frieden. Viele hält nur der Gedanke an die Rückkehr zu den Lieben und an die intakte Heimat aufrecht. Doch weil dort jetzt auch Waffen produziert werden, wird die Heimat selbst zum Ziel.

Flugzeuge und Zeppeline werfen ihre Bomben nicht mehr nur auf feindliche Soldaten ab, sondern auch auf Zivilisten. Durch Blockaden und den Seekrieg soll die gegnerische Bevölkerung ausgehungert und vernichtet werden. Zerstörung und Tod, Verzweiflung, Hunger und Einsamkeit gibt es jetzt nicht mehr nur an der Front, sondern auch in der Heimat. Der Krieg hat das romantische Bild der intakten Heimat zerstört. Heimat und Front sind eins geworden – der Krieg ist überall.

Die Protagonisten

Karl Kasser ist nach der Genesung von seiner Verwundung wieder an die Ostfront versetzt worden. Dort gerät er in russische Kriegsgefangenschaft. Sein grösster Wunsch ist es, die Heimat wieder zu sehen. Er besteigt einen Zug, der ihn nach Hause bringen wird – denkt er. In Wirklichkeit transportiert ihn der Zug in ein Gefangenenlager nach Sibirien. Erst nach Kriegsende wird er seine Heimat wiedersehen.

Gabrielle M. West stammt aus dem südenglischen Gloucestershire. Wie für viele Frauen aus «besseren Verhältnissen» ist es für sie selbstverständlich, ihrem Vaterland im Krieg durch freiwillige Arbeit zu dienen. Sie wird als Aufseherin in einer Munitionsfabrik eingesetzt. Dort lernt sie die schrecklichen Arbeitsbedingungen kennen, unter denen die Fabrikarbeiterinnen leiden. Als deutsche Zeppeline die Fabrik mit Bomben angreifen, gerät sie in grosse Gefahr.

Marie Pireaud träumt von einem friedlichen Leben mit ihrem Mann Paul und einem Kind. Doch Paul kämpft als Soldat an der Westfront. Seit Monaten haben sich die beiden nicht gesehen. Ihr einziger Kontakt sind Briefe, die sie sich regelmässig schreiben. Als die Sehnsucht immer grösser wird, beschliesst sie, trotz aller Gefahren ihren Mann hinter der Front zu besuchen.

Die heranwachsende Elfriede Kuhr lernt in ihrem Heimatort Schneidemühl einen jungen Flieger-Leutnant kennen. Die Liebelei ist eine willkommene Ablenkung von ihrer Angst vor dem Krieg. Doch Elfriede ist noch jung und unerfahren, sie zögert. Als sie sich schliesslich doch entschliesst, sich küssen zu lassen, erfährt sie, dass ihr Leutnant bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist.

Die Darsteller

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