1968 – Frauen verändern die Gesellschaft

  • Donnerstag, 26. April 2018, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 26. April 2018, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 27. April 2018, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 27. April 2018, 11:20 Uhr, SRF 1
    • Montag, 30. April 2018, 15:15 Uhr, SRF info

«Wir wollten die Revolution! Nicht morgen oder übermorgen, sondern sofort!» Das erzählt die 68erin Andrée Valentin der Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Diese sagt von sich:«Ich bin die grösste Nervensäge auf dem politischen Parkett». Eine Aktivistin von 1968 trifft eine Feministin von 2018.

Ein Film von Andrea Pfalzgraf und Manuela Siegert

Mit Zusammenstössen zwischen Autoritäten und Jugendlichen an Grosskonzerten und den Globuskrawallen erfasste die 1968er-Bewegung auch die Schweiz. Der Frust gegenüber Obrigkeiten und globalen Ungerechtigkeiten wandelte sich in einen grossen Glauben an Veränderung und wurde zum Aufbruch in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Für viele Schweizer Frauen war 1968 der Anlass, endlich laut zu werden. Zwar setzten sich Verbände schon seit Jahrzehnten für das Frauenstimmrecht ein, aber die 68erinnen gaben den Anliegen der Frauen eine neue Dimension, sowohl in ihren Forderungen als auch in Protestformen und Aktionen.

Der Mann als Oberhaupt der Familie war verunsichert. Die «neuen» Frauen kehrten das Privatleben nach aussen, der Slogan lautete: «Das Private ist politisch». Ausgangspunkt war die Forderung nach legalisierter Abtreibung («Kinder oder keine entscheiden wir alleine!»).

Weiter wehrten sie sich gegen die Degradierung der Frauen zu Sexualobjekten. Forderungen gingen aber über den privaten Bereich hinaus. Kurz: Die 68er-Frauen wollten eine umfassende Gleichstellung der Geschlechter. Sie haben viel erreicht. Dass der Kampf noch nicht zu Ende ist, zeigen aktuelle Bewegungen wie die #metoo-Debatte.

Was wollten die Frauen von 68? Wie haben die Jahre des Aufbruchs ihr eigenes Leben beeinflusst?

Welche Ideen und welche Forderungen sind geblieben? Davon erzählt der «DOK»-Film mit Zeitzeuginnen und reichem Archivmaterial.

Autorinnen: Andrea Pfalzgraf und Manuela Siegert
Kamera: Helena Vagnières, Martin Schäppi, Tom Kubiak
Ton: René Alfeld, Torsten Goddon, Ruedi Müller
Licht: Roland Koch
Schnitt: Hedi Bäbler
Produktionsverantwortung: Monika Zingg
Leitung: Belinda Sallin

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