Arena der Elefanten

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Wie ticken die grauen Riesen? Wie regeln sie ihre Konflikte und Machtkämpfe? Seit über zwanzig Jahren erforscht die Biologin Caitlin O'Connor das Sozialverhalten von Elefanten.

Das Mushara-Wasserloch im Etoscha-Nationalpark ist ein einzigartiges Fenster in das Leben von Afrikas Wildtieren. Hier versammelt sich in der Trockenzeit die gesamte Starbesetzung des Tierfilms: Nashörner, Löwen, Giraffen und grosse Herden von Elefanten. Das sind ideale Bedingungen für die Biologin Caitlin O'Connell, die seit 20 Jahren die Feinheiten des Sozialverhaltens und der Kommunikation der grauen Riesen erforscht. Bei Mushara kommen Herden von Muttertieren mit ihren Jungen jeden Alters ebenso vorbei wie die losen Gruppen von männlichen Tieren, die sich ausserhalb der Paarungszeit von den Elefantenkühen fernhalten.

Doch in diesem Jahr ist etwas anders: Der grosse, dominante Elefantenbulle, der seit Jahren den Ton unter den männlichen Tieren angegeben hat, lässt sich nicht mehr blicken. Caitlin kann nur spekulieren, was mit ihm geschehen ist. Aber eines ist sicher – die Spitzenposition ist unbesetzt, und die anderen Bullen machen sich bereit, die Nachfolge untereinander auszufechten. Das sorgt sogar unter den halbstarken Nachwuchsbullen für einige Unruhe.

Aber auch in einer der Herden bahnt sich ein Drama an. Ein neugeborenes Elefantenbaby und seine Mutter werden vom Rest der Tiere abgedrängt, drangsaliert, ja regelrecht gemobbt. Ein solches Verhalten hat Caitlin noch nie beobachtet: Was treibt die anderen Kühe dazu?

Durch die Augen der erfahrenen Biologin kann das Publikum aus nächster Nähe beobachten, wie sich eine regelrechte Elefanten-Soap-Opera-entwickelt, die viel bisher Unbekanntes über das Verhalten und das soziale Gefüge der Dickhäuter verrät.