Das Tier und wir – Einblicke in ein widersprüchliches Verhältnis

  • Donnerstag, 5. November 2015, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 5. November 2015, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 6. November 2015, 2:05 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 6. November 2015, 11:15 Uhr, SRF 1

Es gibt Tiere, die wir lieben. Und es gibt Tiere, die wir essen. Mit anderen Worten: Die Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind widersprüchlich.

Ein Film von Simon Christen

Immer mehr Menschen nehmen Tiere als Wesen wahr, die ein Bewusstsein haben, einen Willen und Gefühle. Diese Menschen sind davon überzeugt, dass Tiere uns sehr ähnlich sind – und dass wir sie entsprechend behandeln sollten. Andererseits hat unsere Gesellschaft die Tötung von Tieren in einem gewaltigen Ausmass perfektioniert. Und wir scheinen diesen Widerspruch problemlos auszuhalten. Wie ist dieses widersprüchliche Verhalten zu erklären? Und was verrät es über uns Menschen?

«DOK»-Autor Simon Christen erzählt die Geschichten von drei Menschen, die täglich mit Tieren zu tun haben. Landwirt Reto Weber hat eine enge Beziehung zu seinen Kühen. Wie kann er gleichzeitig davon leben, deren Nachwuchs zu mästen und dem Metzger ans Messer zu liefern? Helen Gerber fühlt sich Tieren seit Kindertagen sehr nahe. Daraus hat sie einen Beruf gemacht: Sie ist Tierkommunikatorin, unterhält sich also professionell mit Vierbeinern. Wenn Reden allerdings nicht mehr geholfen hat, hat sie auch schon Tiere getötet. Und Jäger Martin Bühlmann sagt von sich, er habe Tiere gerne – viele von ihnen sogar zum Fressen gerne, auch Katzen. Das war für ihn nie ein Widerspruch.

Inwiefern offenbaren wir uns durch unseren Umgang mit Tieren? Das wollte «DOK» von einem wissen, der die menschliche Seele seit Jahrzehnten erforscht und interpretiert: vom forensischen Psychiater Frank Urbaniok. Der sagt, unser Verhalten sei Ausdruck unserer Persönlichkeit. Man müsse nur genau hinschauen. Das hat «DOK» getan – mit bemerkenswerten Erkenntnissen.

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