David und ich – 28 Jahre unschuldig im Knast

  • Mittwoch, 18. Mai 2016, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 18. Mai 2016, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 19. Mai 2016, 5:10 Uhr, SRF 1
    • Montag, 23. Mai 2016, 11:15 Uhr, SRF 1

David McCallum aus Brooklyn, New York, sitzt seit 28 Jahren als verurteilter Mörder im Gefängnis. Ray Klonsky stammt aus einer mittelständischen, jüdisch-italienischen Familie aus Toronto. Als sich ihr Schicksal kreuzt, entsteht eine Freundschaft, die das Leben von beiden für immer verändert.

Ein Film von Ray Klonsky und Marc Lamy

Ray findet in David den älteren Bruder, den er nie hatte, als er aufwuchs und für David ist Ray ein Fenster zur Aussenwelt, welche er selbst nicht erleben kann. Ray ist beeindruckt von Davids Wille, sich vom amerikanischen Justizsystem, durch das er unschuldig im Knast sitzt, nicht zerstören und nicht brechen zu lassen.

Er stellt ein Team von Menschen zusammen, das nach neuen Beweismitteln sucht, um ihn zu entlasten und seine Unschuld zu beweisen. Obschon das Team viele neue Beweise findet, welche David entlasten oder ihm zumindest einen neuen Prozess ermöglichen sollten, werden Ray und seinem Team laufend neue Steine in den Weg gelegt – von einem System, welches falsche Urteile nur schwer aufhebt.

In den USA werden immer wieder falsche Urteile publik. Regelmässig müssen Menschen aus den Gefängnissen entlassen werden, weil nachträglich bekannt wurde, dass das Urteil nicht korrekt und die Verurteilten unschuldig sind. Zudem wurden in den USA schon mehrere Menschen hingerichtet – erst im Nachhinein wurde ihre Unschuld bewiesen. Die Gründe für diese Fehlurteile liegen meist in rassistischer Grundhaltung der Ermittler und in schlampiger Polizeiarbeit.

Der Film «David und ich» wühlt auf, geht unter die Haut. Und zeigt, wie weit eine Freundschaft gehen kann. Eine Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern, David und Ray, die für die gleiche Sache kämpfen: für Gerechtigkeit und Wahrheit.

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