Die dunkle Seite von Red Bull

  • Mittwoch, 19. März 2014, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. März 2014, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 24. März 2014, 11:15 Uhr, SRF 1
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Mit seinen Energy Drinks hat Red Bull ein Milliardenimperium geschaffen. Einer der Gründe für den Erfolg: eine bislang einzigartige Marketingmaschine. Doch der PR-Hype von Red Bull ist umstritten. Bei einigen Aktionen sind Sportler tödlich verunglückt. Geht Red Bull zu weit?

Der Schweizer Ueli Gegenschatz war einer der besten und umsichtigsten Basejumper der Welt. Doch im November 2009 erfasste ihn bei einem von Red Bull gesponserten Sprung vom Sunrise Tower in Zürich ein Windstoss, und er schlug unkontrolliert auf dem Boden auf. Zwei Tage später erlag der 38jährige im Universsitätsspital Zürich seinen schweren Verletzungen. Einige Wochen zuvor sprang ein amerikanischer Stuntman mit einem Wingsuit, einem Flügelanzug, aus einem Helikopter und krachte gegen eine Felswand. Dieser Sprung war Teil eines geplanten Kinofilms. Ebenfalls für einen Film sprang ein kanadischer Extremskifahrer von einer 300 Meter hohen Klippe in den Dolomiten. Er wollte vor den Kameras einen doppelten Rückwärtssalto zeigen, danach im Fallen seine Ski abwerfen, im Wingsuit nach unten gleiten und dann seinen Fallschirm ziehen. Doch das Kunststück misslang. Der Extremsportler schlug vor den Augen der Filmcrew auf dem Boden auf. Der Film über ihn wurde von der Redbull Media House dennoch fertiggestellt – the show must go on.

Autor Helmar Büchel hat mit Angehörigen, Freunden und Werbefachleuten in Europa und den USA gesprochen. Viele beklagen, dass der gestiegene Marketingdruck, den auch Red Bull entfacht, Extremsportler zu immer grösseren Risiken verleitet. Der Film zeigt auch, wie wenig Red Bull bereit ist, sich mit der wachsenden Kritik öffentlich auseinanderzusetzen.