Die Rückkehr der grossen Raubtiere

  • Donnerstag, 1. September 2016, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 1. September 2016, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Freitag, 2. September 2016, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 2. September 2016, 11:15 Uhr, SRF 1

Wolf, Luchs und Bär: Vor rund 150 Jahren aus unseren Landschaften hinaus gedrängt und ausgerottet. Jetzt sind sie wieder da und sorgen für Kontroversen.

Ein Film von Beat Häner und Sarah Derendinger

Es gibt nur wenige Fachleute in der Schweiz, die ein grosses Wissen über die rückkehrenden Raubtiere haben, unter anderem drei Wildtierfotografen: Laurent Geslin, Peter Dettling und David Bittner. Jeder von ihnen studiert seit vielen Jahren jeweils eine der drei Tierarten.

Laurent Geslin

Der gebürtige Bretone beschloss im Jahr 2010, von Luchsen in freier Wildbahn qualitativ hochstehende Fotos zu machen – etwas, was vor ihm keiner geschafft hatte. 170 Luchse leben derzeit in unserem Land. Laurent Geslin zog für dieses Fotoprojekt extra mit Frau und Kind in die Schweiz, in den Neuenburger Jura. Mehr als ein Jahr lang bereitete sich Laurent Geslin intensiv vor. Er erhielt dabei die Unterstützung von Wildhütern und Jägern und den Forschern des Vereins Kora, die im Auftrag des Bundes das Monitoring der Grossraubtiere betreiben.

Peter Dettling

Naturfotograf aus Sedrun (GR). Im Jahr 2008 glückte es ihm, in seiner Heimat im Vorderrheintal einen ersten rückkehrenden Wolf zu fotografieren. Ihm gelang damit die erste Fotografie überhaupt eines wildlebenden Wolfes in der Schweiz. Seither hat ihn die Faszination für dieses Tier nicht mehr losgelassen. Seit 2013 beobachtet Peter Dettling die Calanda Wolfsfamilie – das erste Schweizer Wolfsrudel auf Schweizer Boden nach weit über 100 Jahren, eingewandert von Italien her.

David Bittner

Biologe, Bärenforscher und Fotograf aus Schlossrued (AG). Seit 13 Jahren verbringt Bittner fast jeden Sommer in der Wildnis in Alaska und lebt dort mit den Grizzlies. Er hat persönliche Beziehungen zu einzelnen Bären aufgebaut – Wildtier und Mensch kennen einander. Bittners Interesse gilt immer mehr dem Alpenbraunbär. Über ein Dutzend junge Männchen streiften in den letzten Jahren durch die Schweiz – Bären, die aus dem italienischen Trentino kommen.

Alle drei verstehen sich als Vermittler, suchen die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden. Keinem der drei geht es um das schnelle Bild. Alle drei wollen sie mit ihren Bild-Reportagen aufklären, vermitteln, Interesse wecken. Sie wissen, was man nicht kennt, verursacht Skepsis und Ängste.

Ihr Anliegen: ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Raubtier, Mensch und Nutztier. «DOK» begleitete die drei Fotografen bei Ansitzjagd und Pirsch mit Fotokamera.

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