Drama am verfluchten Berg -Wie Kilian Volken die Lawine überlebte

Der Mont-Blanc mit seinen 4810 Metern ist das Traumziel zahlloser Alpinisten. Als der Walliser Bergführer und Everest-Besteiger Kilian Volken sich mit zwei Gästen am 12. Juli 2012 auf diese Tour begibt, löst sich am Mont Maudit - auf Deutsch dem verfluchten Berg - eine Lawine.

Ein Film von Alain Godet

Neun Menschen sterben, einzig Volken (61) überlebt schwer verletzt, nur sein Kopf und die Hände ragen noch aus den betonharten Schneemassen.

An seinem Klettergurt spürt er den Zug des Seiles, an dem die Leichen seiner zwei Gäste hängen. Tränen netzen sein Gesicht, doch er kann sie nicht wegwischen.
Wieso hat er überlebt - ausgerechnet er? Volken erkennt keine Logik darin,
findet ohne Psychopharmaka keinen Schlaf mehr - er der Extremalpinist, der ausser Mount Everest drei weitere 8000er bestiegen hat.

Um mit sich ins Reine zu kommen, will Volken als eine Art Seelenreise an den Ort des Unglücks auf 4300 Meter Höhe zurückkehren und im Gedenken an die Opfer neun Kerzen anzünden.