Eisige Welten – Aufbruch ins Leben (Teil 2)

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Beginnend mit der grossen Schmelze im Frühling steht die zweite Folge ganz im Licht der zurückkehrenden Sonne. Ihre Wärme verwandelt die magische Eiswelt nach einem halben Jahr Dunkelheit.

Die Pinguine kehren zurück

Noch immer ist die Antarktis vom gefrorenen Ozean eingeschlossen, doch es zieht Leben ein. Fünf Millionen Adelie-Pinguine kehren zurück. 9600 Kilometer sind sie über die Meere gereist, seit sie im letzten Jahr ihre Kolonie verlassen haben. In den kommenden Monaten werden sie in den eisfreien Gebieten ihre Nester bauen.

Eine gefährliche Zeit für alle Neuankömmlinge, denn die grausamsten und kältesten Stürme auf dem Planeten ziehen über die Region. Der Frühling wird nicht nur für die eintreffenden Tiere zur kritischsten Jahreszeit, sondern auch zur härtesten Herausforderung für das Kamerateam in der weltgrössten Pinguinkolonie am Kap Crozier.

Vier Monate lang gehen die Männer an ihre physischen und psychischen Belastungsgrenzen. Doch die eindringlichen Bilder von der Massenhochzeit der Pinguine, den grandiosen Beutezügen der Killerwale und den blutigen Kämpfen der See-Elefanten, der Titanen des Südpols, sind der faszinierende Lohn des harten Einsatzes in der Antarktis.

Die ersten Sonnenstrahlen

Im Norden zeigt das Meereis erste grössere Risse, doch landeinwärts sind Flüsse und Wasserfälle noch zugefroren - Dämme, die Milliarden Tonnen Süsswasser zurückhalten, bis die steigenden Temperaturen sie entfesseln und gewaltige Fluten entstehen. Mit den ersten Sonnenstrahlen kommen Eisbärenmütter aus ihren Höhlen unter dem Schnee hervor - im Schlepptau kleine Zöglinge, mit denen sie den Rand des Meereises erreichen müssen. Für jedes der noch schwachen Jungen ist dies eine lebensgefährliche Unternehmung. Den Kamerateams gelingt es, auch die Einhörner des Nordens, die Narwale, auf ihrer grossen Mission einzufangen, in die geheimnisvolle Welt unter dem Eis vorzudringen und in der Tundra die Jagdzüge der Polarwölfe aus ungewöhnlicher Nähe zu verfolgen.