Hugo Chávez' langer Schatten

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Venezuela ist das Land mit den grössten bekannten Erdölreserven der Welt – unter dem südamerikanischen Land lagert ein grösserer Reichtum als im Gestein Saudiarabiens. Aber oberhalb, dort wo die Menschen leben, herrscht bittere Not.

Ein Film von François Cardona

In den Läden Venezuelas sind die Gestelle oft leer, und wenn einmal Fleisch zu haben ist, kostet ein Kilo fast den Monatslohn eines Arbeiters. Immer häufiger kommt es zu Plünderungen und Ausschreitungen – oftmals auch mit Todesopfern.

Was ist los in diesem Land, wo Milch und Honig fliessen könnten? Der französische Filmemacher François Cardona hat Antworten gesucht und ist mit einem Team nach Venezuela gereist, wo der 2013 verstorbene Präsident Hugo Chávez noch immer allgegenwärtig ist. Aber statt des demokratischen Sozialismus, welcher diesem vorschwebte, ist eine Günstlings- und Mangelwirtschaft entstanden. Filmemacher Cardona traf Chavistinnen und Chavisten, die unerschütterlich an die Ideale ihres Übervaters glauben. Aber er sah auch lange Schlangen hungernder Menschen, die für Lebensmittel anstanden. Er stiess auf die Willkür von Polizei und privaten Milizen, auf Schmuggler und Profiteure einer Korruption, und auf Oppositionelle, die um ihr Leben fürchten müssen.

«Hugo Chávez’ langer Schatten» ist ein Bericht aus einem Land mit bankrotter Staatskasse und einer Inflationsrate von 1000 Prozent. Er lotet die Abgründe aus, die zwischen dem Erdölreichtum und der Mehrheit Bevölkerung klaffen.

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