Im Land des Vergessens – Vom Leben mit Alzheimer

  • Mittwoch, 22. Oktober 2014, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 22. Oktober 2014, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 27. Oktober 2014, 11:17 Uhr, SRF 1
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Eine Alzheimer-Erkrankung ist immer mit viel Leid verbunden, sowohl für die Patienten, wie auch für die Angehörigen. Doch es gibt eine andere, leichtere Seite der Krankheit. Sie kommt häufig dann zum Vorschein, wenn Alzheimer-Patienten unter sich sind.

Ein Film von Marc Wolfensberger

«Es ist eine schreckliche Krankheit», sagt die Musiktherapeutin Mikkaela Halvarsson, die seit über 20 Jahren mit Alzheimer-Patienten arbeitet, «aber sie hat auch etwas Magisches, etwas Glückliches». Als Aussenstehende oder Angehörige geht man eher davon aus, dass Alzheimer-Patienten unglücklich sind – doch die portraitierten Patienten scheinen uns eines Besseren zu belehren. Zu diesem Schluss kommt der Autor, nachdem er den Alltag in den Westschweizer Alzheimer-Heimen ganz nah begleiten durfte.

Auf die Realität der Patienten eingehen

In den Institutionen, in denen Marc Wolfensberger gefilmt hat, ist alles auf die Bedürfnisse von Alzheimer-Patienten ausgerichtet. Das bedeutet: möglichst wenig fixe Regeln, welche die Patienten überfordern würden, möglichst viele Freiheiten für den Einzelnen. Wolfensberger reist weiter nach Holland, denn dort geht man noch einen Schritt weiter: Die Patienten leben in einem regelrechten Alzheimer-Dorf unter sich.

Beide Betreuungsformen bedeuten einen enormen Aufwand für das Personal, aber es scheint sich auszuzahlen. Die Pensionäre machen einen glücklichen Eindruck. Sie leben zwar in ihrer eigenen Welt, fernab der Realität, aber in einer Welt voller Zufriedenheit, sozialer Kontakte – und nicht selten auch voller neuer Liebesbeziehungen.

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