Meine gestohlene Revolution

  • Mittwoch, 12. Februar 2014, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 12. Februar 2014, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Montag, 17. Februar 2014, 11:10 Uhr, SRF 1
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Nach der islamischen Revolution 1979 floh die Filmerin Nahid Persson Sarvestani aus dem Iran. Im schwedischen Exil macht sie sich auf die Suche nach den damals inhaftierten Freundinnen. Sie erfährt vom Martyrium, das diese in den Folterkerkern des islamischen Regimes erdulden mussten.

Die Archivaufnahmen der Eröffnungssequenz vergegenwärtigen den Alltag im Iran der 1970er-Jahre. Vielen Menschen war es möglich, ein «normales Leben zu führen», während die oppositionellen Gruppen noch Seite an Seite gegen den Schah kämpften. Dieser wurde gestürzt, «aber die Islamisten waren besser organisiert als wir», bringt es die Filmerin auf den Punkt.

Nahid Persson Sarvestani war damals linke Aktivistin. Nur mit sehr viel Glück und dank der Hilfe ihres Bruders Rostam entging sie der brutalen Gefangenschaft, die Folter, Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen bedeutete. Auch Rostam wurde getötet.

Ihr Schuldgefühl bringt Nahid Persson Sarvestani Jahre später dazu, einige der wenigen überlebenden Widerstandskämpferinnen zusammenzuführen. Sie erzählen von ihren erschütternden Erinnerungen an die Gefängniszeit, von der Angst vor der Folter, aber auch von der Kraft der Gemeinschaft und der Kunst, die ihnen zu überleben half. Es sind tief bewegende Geschichten starker Iranerinnen, die sich nicht nur symbolisch von ihrem Tschador befreit haben.