Mission Myanmar – Der lange Weg zur Demokratie

  • Mittwoch, 15. April 2015, 22:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 15. April 2015, 22:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 16. April 2015, 5:10 Uhr, SRF 1
    • Montag, 20. April 2015, 11:20 Uhr, SRF 1
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Myanmar, das frühere Burma, ist ein Land im Umbruch. Diesen Herbst finden Wahlen statt. 2011 übernahm nach jahrzehntelanger Herrschaft der Militärs eine Zivilregierung die Macht und leitet Reformen hin zur Demokratie ein.

Ein Film von Irene Marty

Bereits ein Jahr später, im Sommer 2012, hob die Schweiz als erstes westliches Land alle Sanktionen gegen Myanmar auf und eröffnete eine Vertretung in Yangon, der früheren Landeshauptstadt. Ein wichtiger Teil der Mission des Schweizer Botschaftsteams ist die Unterstützung und Förderung des Friedens- und Demokratisierungsprozesses. Kein leichtes Unterfangen in dem vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichneten Land, wo zudem ein funktionierendes Rechtssystem noch fehlt.

Kampf für Frieden und Demokratie noch nicht zu Ende

Seit der Lockerung der internationalen Sanktionen hat sich vieles verändert. Investoren aus aller Welt strömen nach Myanmar, das an Bodenschätzen reichste Land Südostasiens. Edelsteine, Edelmetalle, Edelhölzer, Erdöl und Erdgas versprechen gute Geschäfte und grosse Gewinne.

Das Land boomt, und es ist schwieriger geworden, die UNO-Mitgliedstaaten zu überzeugen, dass der Kampf für Frieden und Demokratie im einstigen Burma noch nicht zu Ende ist. Viele politische Aktivisten bleiben weggesperrt, und auch in den Gebieten der ethnischen Minderheiten dauern die Konflikte zwischen den Freiheitskämpfern und der Regierungsarmee trotz Reformen an.

Hoffen auf die Gesamtwahlen im Herbst

Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi und ihre Nationale Liga für Demokratie NLD sitzen heute im Parlament. Doch mit nur sieben Prozent aller Parlamentssitze bleibt der Einfluss der beliebten Volkspartei gering. Sie hoffen auf die Gesamtwahlen im Herbst 2015 und darauf, dass Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi Präsidentin werden kann. Bisher schliesst ein Gesetz diese Möglichkeit aber aus.

Filmemacherin Irene Marty kennt Myanmar gut und hat auch während der Militärdiktatur darüber berichtet. Nach zwölf Jahren ist sie dorthin zurückgekehrt, um die Arbeit der Schweizer Botschaft zu dokumentieren, ihre alten Kontakte wieder aufzunehmen und zu zeigen, was sich in den letzten Jahren verändert hat.

Ihr Film spürt den Herausforderungen nach, die sich dem Botschaftsteam bei der Umsetzung der «Mission Myanmar» stellen – und den Veränderungen, die der Demokratisierungsprozess in den Alltag der lokalen Bevölkerung bringt.

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