Noch lange nicht Feierabend

Samuel Feierabend (21) hat seine Verlobte Daira (17) geheiratet. In der Karibik. Samuel lebt in Altdorf und ist der jüngste Sohn des Schweizer Auswanderers Karl Feierabend, dessen Leben der Filmemacher Christoph Müller seit über 20 Jahren beobachtet hat.

Ein Film von Christoph Müller

Die Söhne leben heute im Kanton Uri, doch träumen sie alle davon, die Hälfte des Jahres in der Karibik zu verbringen. Sie leben und denken zwischen zwei Welten. Sie haben zwei Heimatländer.

Als er vor fünf Jahren in die Schweiz kam, merkte man, dass Samuel Feierabend nicht gerade schnell lernte. Er tat sich schwer mit der deutschen Sprache und brauchte für alles etwas länger als seine drei Brüder Carlos, Freddy und Pepe. Die vier Jugendlichen sind die Söhne von Karl Feierabend, der in den Achtziger Jahren in die dominikanische Republik zog. Er wollte dort Grossfarmer werden. Doch verlor er sein ganzes Vermögen und lebte fortan als kleiner Campesino. Mit seiner Frau Marina hatte er vier Söhne. Als Kari, wie ihn alle nannten, 2007 starb, kamen seine Söhne und seine Witwe in die Schweiz. Als Immigranten – solche mit Schweizer Pass allerdings.

Sie leben alle noch hier, nur die Mutter Marina hielt es nicht aus und reiste zurück in die Karibik. Jetzt will es Samuel, der Jüngste, allen zeigen: er will als erster der Brüder heiraten. Er hat sich in Altdorf ein gemütliches Heim eingerichtet und verdient seinen eigenen Lebensunterhalt, obwohl ihn manche schon als Sozialfall abgeschrieben hatten. Samuels Fall ist eine Erfolgsgeschichte.

Der Film erzählt ein weiteres Kapitel dieser Familiensaga zwischen der Schweiz und der Karibik. Eine berührendes Drama um grosse Träume, vergebliche Hoffnungen und innige Liebe.

Die Kommentare zum Film lesen Sie im DOK-Blog.