Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

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Heutzutage muss ständig alles schneller gehen. Die Folge: Immer mehr fühlen sich wie in einem Hamsterrad oder leiden an einem Burn-out. Auch der deutsche Autor Florian Opitz stellt sich die Sinnfrage. Deshalb versucht er, in seinem Film «Speed» dem Phänomen auf den Grund zu gehen.

Es gehört zu den beliebtesten Vorsätzen für das Neue Jahr: Die Menschen nehmen sich vor, es etwas ruhiger zu nehmen, sich nicht mehr so hetzen zu lassen. Meistens jedoch scheitert der Vorsatz schon nach wenigen Tagen. Woran liegt das? Wieso schafft man es trotz aller Hilfsmittel, die zur Verfügung stehen, nicht, sein Zeitmanagement in den Griff zu bekommen? Und woher kommt die ständige Beschleunigung?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen befragt der deutsche Dokumentarfilmer Florian Opitz Experten für Zeitmanagement und reist nach London ins Bankenviertel, wo man daran arbeitet, aus dem Zeitmoment noch mehr Kapital zu schlagen. Er besucht auch einen erfolgreichen Banker, der ausgestiegen ist und in der Schweiz ein kleines Bergrestaurant betreibt, sowie eine Schweizer Bauernfamilie, die zwar nicht viel Zeit hat, sie aber selber einteilen kann und damit sehr glücklich ist. Dann führt Opitz' Reise nach Bhutan. Dort verordnet die Regierung den Menschen, Zeit für sich zu haben und zu nutzen – und ist überzeugt, dass die Menschen im Land deshalb so zufrieden sind.

Auf seiner Reise begegnet Opitz Menschen, welche die Beschleunigung antreiben, aber auch solche, die versuchen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu finden und zu leben. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich – man muss es nur wollen.

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