75 Jahre Hallenstadion: Musik, Sport und Spektakel

Als grösste Mehrzweckhalle der Schweiz ist das Hallenstadion seit 75 Jahren ein Ort an dem sich die Grossen der Welt einfinden. Es begann als Zentrum des Radrennsports, wurde ein Ort spektakulärer Shows und gigantischer Pop- und Rock-Konzerte. Bis heute ist das Hallenstadion auch Heimat des ZSC.

Frau schiesst mit Pistole in die Luft und gibt den Startschuss für das Sechstagerennen.
Bildlegende: Die Schlagersaengerin Monica Morell gibt im November 1973 den Startschuss zum Sechstagerennen. Keystone

Im November 1939, kurz nach Kriegsbeginn eröffnet, interessierte das Hallenstadion zunächst kaum jemanden. Man hatte weder Geld noch Lust für Vergnügungen im neu gebauten «Sportspalast». Kaum aber war der Krieg vorbei, entwickelte sich die «schnellste Radrennbahn Europas» zum Zentrum für Velofans.

Nicht nur Sportbegeisterte kamen zu den Velorennen, allen voran den Sechstagerennen. Die verlängerte Polizeistunde lockte auch ein bunt gemischtes Volk nach Oerlikon, wo ausgelassen gefeiert wurde während die Radfahrer ihre Runden drehten.

Als Multifunktionshalle beherbergte das Hallenstadion bald Rollschuh-, Tanz- und Eiskunstlauf -Revuen, Basketball-Shows, Zirkus, Zauberer und Opern. Das erste grosse Konzert gab Louis Armstrong. Geschichtsträchtig war der Auftritt der Rolling Stones, bei dem ob der Wallungen der entfesselten Schweizer Jugend Tausend Stühle des Hallenstadion-Mobiliars in die Brüche gingen. Das Konzert mit politischer Aussage und Sprengkraft wurde mit der Zeit jedoch abgelöst vom professionelleren, aber auch kommerziellen Musikgeschäft.

Seit 1950 gibt es im Hallenstadion auch eine Eishalle und Heimat des Zürcher Eishockey-Klubs ZSC Lions. 2005 wurde das vollständig umgebaute Hallenstadion wieder eröffnet.

Der «Doppelpunkt» lässt grosse Momente des Hallenstadions aus den letzten 75 Jahren aufleben.

Redaktion: Felicie Notter und Jürg Oehninger