Auf den Spuren von Bootsflüchtlingen, Schleppern und Schmugglern

Viele Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer versuchen, über Italien in die Schweiz einzureisen. Das Grenzwachtkorps in Chiasso ist durch die illegale Einwanderung besonders gefordert. Die Sendung «Doppelpunkt» begleitet Grenzwächter im Tessin auf einer Nachtschicht.

Gestrandet in der Schweiz: Asylbewerber im Empfangs- und Verfahrenszentrum in Chiasso.
Bildlegende: Gestrandet in der Schweiz: Asylbewerber im Empfangs- und Verfahrenszentrum in Chiasso. Keystone

Die Schweizer Grenze in Chiasso ist ein Hotspot der illegalen Einwanderung: Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge, die unerlaubt in unser Land einzureisen versuchen, werden an der südlichsten Grenze der Schweiz erwischt. Viele von ihnen sind Bootsflüchtlinge, die unter lebensgefährlichen Umständen übers Mittelmeer geflüchtet sind. Die illegale Einwanderung ist für das Grenzwachtkorps in der Tessiner Gemeinde eine besondere Herausforderung.

Die Grenzwächter werden neben den Flüchtlingen rund um die Uhr von Schleppern, Drogen- oder Waffenschmugglern auf Trab gehalten. Daneben haben sie auch Einkaufstouristen im Visier, die sich um die Zahlung der Mehrwertsteuer drücken wollen.

Die «Doppelpunkt»-Reportage zeigt, wie flexibel die Grenzwächter während einer Nachtschicht in internationalen Zügen, an offiziellen Grenzübergängen und an der grünen Grenze agieren. Und sie lässt erahnen, welche Schicksale hinter den verzweifelten Versuchen vieler Flüchtlinge stecken, das «Eldorado» Schweiz zu erreichen.

Erstausstrahlung: 21. April 2015

Redaktion: Rebekka Häfeli