Choc-Out: Ein Land ohne Schokolade

Es ist kein vergnügliches Szenario. Aber was, wenn es keine Schokolade mehr gäbe? Was würde mit unserem Land passieren, mit unserer Wirtschaft, unserer Psyche, unserem Image? Die Sendung «Doppelpunkt» macht den Test und fühlt tapfer den Schokoladen-Puls der Schweiz.

Ein Stück Schokolade.
Bildlegende: Bald Schluss? Wegen Kriegen und Naturkatastrophen könnte die Schokolade in der Schweiz langsam knapp werden. Colourbox

Weltweit nimmt der Schokoladenkonsum zu. Und das nicht ohne Folgen: Studien prognostizieren für das Jahr 2020 einen Kakaonotstand. Verantwortlich dafür sind auch Klimaerwärmung, Stürme, Trockenheit, Kriege oder Krankheiten. Die Industrie reagiert präventiv. Dies tut sie mit dem Ausbau der Kakaoanbaugebiete, mit nachhaltigen Verträgen mit Produzenten oder mit Forschung, um robustere Bäume zu züchten oder die Produktivität zu steigern.

Die Psyche der Schweizer leidet


Rein hypothetisch: Würden wir eines Tages doch ohne Schokolade dastehen, wäre das ein grosses Imageproblem, sagt Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz. «Schokolade gehört zu unserer täglichen Image-Arbeit. Nichts kreiert so schnell Sympathie». Auch für die Psyche der Schweizer würde der Ausfall des braunen Goldes nicht einfach.

Luxusprodukt

Schokolade bedeutet Nostalgie und Identität. Aber Letztere ist wandelbar. «Wir dürfen nicht vergessen, dass die Schokolade in der Schweiz auf eine kurze Geschichte zurückblickt», sagt Historiker Roman Rossfeld in der Sendung. Erst seit den 60er Jahren kann man sie sich im Alltag leisten, zuvor war es ein Luxusprodukt.


Choc-Out: Ein spielerisches Szenario über das Wegfallen eines vermeintlich ur-schweizerisches Produktes.

Autor/in: Patricia Banzer