«Die vielen Freizeitunfälle machen uns grosse Sorgen»

Vor 100 Jahren nahm die Schweizerische Unfallversicherung Suva ihren Betrieb auf. Der Anfang war schwierig. Die Suva brauchte Jahre, bis man ihr traute. Im «Doppelpunkt» schauen wir in diese Zeit zurück und werfen auch einen Blick nach vorne.

Patient der Rehaklinik Bellikon lernt auf einer Rampe wieder zu laufen.
Bildlegende: Schritt für Schritt ins Leben zurück, die Rehabilitation ist ein intensiver Prozess. ZVG Suva

Immer mehr Menschen verunfallen in der Freizeit. Das spürt auch die Schweizerische Unfallversicherung Suva. Verletzten sich früher 88 Prozent aller Suva-Versicherten bei der Arbeit, sind es heute 60 Prozent, die sich in der Freizeit verletzen – zum Teil schwer.

Felix Weber, der Vorsitzende der Suva-Geschäftsleitung, will dies nun ändern: «Wir wollen das Verhalten der Menschen in Zukunft mit einfachen Tricks so beeinflussen, dass der Mensch den Helm beim Fahrradfahren immer trägt und sich freiwillig sicherer verhält». Diese Tricks nennt man «Nudging», auf Deutsch sanft schubsen. Bisher kennt man es vor allem aus der Gesundheits- und Umweltbranche.

Redaktion: Sirio Flückiger