Echte Sportverweigerer oder: das bewusste Leben ohne Sport

Sport treiben ist vernünftig, ist gut für die Gesundheit und kann Spass machen. Alles klar? Nicht ganz: Es gibt Menschen, die treiben mit Absicht und guten Gründen keinen Sport. Der «Doppelpunkt» blickt in die Lebenswelt zweier Sportverweigerer und philosophiert über ein Leben ohne Sport.

Hansjörg Schertenleib sitzt mit Laptop am Schreibtisch.
Bildlegende: Hansjörg Schertenleib ist Schriftsteller und überzeugter Sportverweigerer. Milena Schlösser

Es gibt Menschen, die keinen Sport treiben. Die meisten von ihnen plagt ihr schlechtes Gewissen: Sie wissen, dass sie zu bequem sind und sich nicht aufraffen können. Echte Sportverweigerer hingegen gibt es nur selten.

Die echten Sportverweigerer

Die echten Sportverweigerer sind quasi die Atheisten unter den Sportmuffeln. Es sind zum einen Genussmenschen, die ein gutes Essen, ein Glas Wein oder eine Zigarre in guter Gesellschaft dem Dauerlauf im Wald und dem schweisstreibenden Besuch im Fitnesscenter vorziehen. Ihnen ist ihre Lebenszeit für Sport schlicht zu schade.

Zum andern sind es Menschen, die im Sporttreiben negative Aspekte sehen: Sport als Fitnesswahn, Sport als Davonlaufen vor und Verdrängen von Problemen oder Sport als Rekrutierungs-Mechanismus für die Leistungsgesellschaft in der Wirtschaftsmaschine.

Sportverweigerer trifft auf leidenschaftlichen Sportler

Die Hintergrundsendung «Doppelpunkt» (Radio SRF 1) spannt für einmal mit der Hintergrundsendung «Input» (Radio SRF 3) zusammen. «Input» widmet sich dem Thema Sportsucht und trifft einen leidenschaftlichen Sportler. Der leidenschaftliche Sportler und der Sportverweigerer treffen sich zum Gespräch. Dieses Aufeinandertreffen zweier Lebenskonzepte wird Teil in beiden Sendungen sein.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Jürg Oehninger