Krankengeschichten: Wo sich Literatur und Medizin treffen

Medizin und Literatur - beide Künste sind aufs Leiden des Menschen spezialisiert. Krankengeschichten sind Inspiration für Romane, Schreiben über die Krankheit hilft gegen das Leiden – und Literatur kann die Kommunikation von Ärzten mit kranken Menschen verbessern.

Medizin zum Schlucken
Bildlegende: Literatur als Medizin pixelio

Der Schriftsteller Urs Faes schreibt in seinem autobiografischen Buch «Halt auf Verlangen», was mit ihm passiert nach seiner Krebsdiagnose. Vor ein paar Jahren hat er als Aussenstehender, der sich mit der Sprache auskennt, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient auf einer Krebsstation beobachtet.

Der Arzt Alexander Kiss verordnet den Medizin-Studierenden in Basel Literatur. Er setzt sich dafür ein, dass Ärzte nicht nur Diagnosen stellen, sondern sich Geschichten anhören. Denn hinter jeder Krankheit steht eine Geschichte, die mitunter genauso wichtig ist, wie die Diagnose selbst.

Die Bestseller-Autorin Charlotte Link verarbeitet in ihrem dokumentarischen Bericht «Sechs Jahre» den Tod ihrer Schwester und beschreibt, wie diese in Spitälern manchmal unsensibel behandelt wurde.

Der Schweizer Schriftsteller Frédéric Zwicker arbeitete während des Zivildiensts im Dementenheim. Diese Erfahrungen haben ihn zu seinem Roman «Hier können Sie im Kreis gehen» inspiriert.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Susanne Sturzenegger