Tiefe Erdwärme: Kachelofen oder Pulverfass?

Soll die Energiewende gelingen, braucht die Schweiz zusätzliche erneuerbare Energieformen. Mit Geothermie, Strom und heissem Wasser aus den Tiefen des Erdreichs liessen sich bis zu 15 Prozent der benötigten Energie produzieren. Was einfach tönt, bereitet aber grosse Sorgen.

Hier wird nach heissem Wasser im Erdinnern gebohrt: Werkplatz mit Bohrturm im Sittertobel St.Gallen.
Bildlegende: Hier wird nach heissem Wasser im Erdinnern gebohrt: Werkplatz mit Bohrturm im Sittertobel St.Gallen. Keystone

Der Bodenschatz liegt 5000 Meter tief im Verborgenen. Nachdem ein erstes grosses und ehrgeiziges Geothermie-Projekt 2006 in Basel gescheitert ist, wagt sich aktuell die Stadt Sankt Gallen an den Untergrund. Der Erfolg ist ungewiss. Trotzdem ist der Luzerner Ständerat Georges Theiler überzeugt, dass in der Schweiz bis in fünf Jahren zehn Geothermie-Kraftwerke am Netz sein könnten.

«Doppelpunkt» fragt: Ist der heisse Untergrund ein heimeliger Kachelofen oder viel mehr ein Pulverfass?

Redaktion: Tommy Dätwyler