Wege mit und aus der Droge

Die Drogenszenen der 80er Jahre waren geprägt von Verelendung und Gewalt. Dies änderte sich erst mit der Abkehr von der Repression. Ein Weg, der nach wie vor umstritten ist.

Die Wende in der Schweizer Drogenpolitik kam in den 90er Jahren, als das Elend der offenen Drogenszene am Zürcher Letten oder im Berner Kocherpark Fachleute und Behörden aufrüttelte

Die Süchtigen litten unter Verwahrlosung und Gewalt auf der Strasse, die Bevölkerung in der Umgebung ebenso.

So kam es, dass zur Schadensminderung nicht mehr die Abstinenz im Vordergrund stand, sondern ein würdevolles Leben mit der Droge. Methadon und neu auch Heroin werden unter ärztlicher Kontrolle abgegeben.

Immer lauter werden nun kritische Stimmen: Zu sehr werde das Ziel «Abstinenz» aus den Augen verloren, es herrsche eine demotivierende Haltung in Bezug auf die Ausstiegschancen Drogenabhängiger.

Fachleute streiten sich um den «richtigen» Weg mit, oder aus der Droge. Auf wessen Kosten? Und weshalb ziehen nicht alle am selben Strick?

Im Studio diskutieren Fachleute und Betroffene über die Situation der Drogenabhängigen in der Schweiz.

Moderation: Martina Schnyder, Redaktion: Martina Schnyder