15 Jahre im Bundesrat sind genug

  • Freitag, 9. Juli 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 9. Juli 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 9. Juli 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Umweltminister Moritz Leuenberger zieht einen Schlusstrich noch vor einem dritten Präsidialjahr.

Weitere Themen:

Moritz Leuenberger ermöglicht seiner Partei ein halbes Jahr ganz vorne auf der Politbühne. Wir fragen nach möglichen Nachfolgern und den taktischen Positionen der Parteien.

Bewertung von Leuenbergers politischer Bilanz nach fünfzehn Jahren im Bundesrat.

In Italien streiken die Medien gegen Berlusconis Maulkorbgesetze.

Austernzüchter, Krabbenfischer und Hotelbesitzer wollen Entschädigung für die Ölpest. Der Augenschien in Florida.

Beiträge

  • Was bedeutet der Rücktritt Leuenberger für die SP?

    Er ist ein Exzentriker unter den Berner Politikern. Er ist auch der Dienstälteste: Fünfzehn Jahre lang wird Bundesrat Leuenberger in der Regierung gewesen sein bei seinem Rücktritt Ende Jahr.

    Nicht immer war er mit der eigenen Partei im Einklang. Doch heute zollte ihm sein Parteipräsident Tribut.

    Pascal Krauthammer

  • Die SVP will Leuenbergers Sitz

    Die SVP hat sich bereits in Position gebracht, um den Sozialdemokraten ihren zweiten Sitz im Bundeshaus streitig zu machen. Doch vieles hängt von den Mitteparteien ab.

    Dominik Meier

  • Taktiererei hat begonnen

    Die SVP fordert die SP bereits offen heraus. Die entscheidenden Mitteparteien halten sich noch bedeckt. Sie sprechen nur von Konkordanz, ohne zu sagen, was sie damit meinen.

    Wo stehen wir im taktischen Kräftespiel um die Nachfolge Leuenbergers? Eine Einschätzung von Lukas Schmutz, Leiter der Inlandredaktion.

    Philipp Scholkmann

  • Leuenberger - eine Würdigung

    In der Landesregierung hat sich Moritz Leuenberger nicht nur mit Tagespolitik beschäftigt, nicht nur mit Eisenbahn-Tunnels, Strompreisen und Mobilfunk-Netzen. Leuenberger hat auch immer mal wieder Grundsatzdebatten angestossen, philosophiert, den Zeitgeist hinterfragt.

    Der Zürcher Sozialdemokrat gab sich als der Intellektuelle im Bundesrat, was nicht immer allen gefiel.

    Elmar Plozza

  • Medienstreik in Italien

    Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi findet, seine Landsleute würden von Richtern und Ermittlungsbeamten zu häufig am Telefon abgehört. Deshalb will er ein neues Gesetz erlassen, das das Abhören einschränkt und Medien mit drakonischen Geldbussen belegt, welche Abhörakten publizieren.

    Seit Wochen wird gegen dieses sogenannte Maulkorb-Gesetz protestiert. Heute sind viele der italienischen Zeitungen, Fernsehstationen und Online-Portale in einen eintägigen Streik getreten.

    Massimo Agostinis

  • Australien ändert Kurs in Asylpolitik

    Australien hat eine härtere Gangart in der Asylpolitik angekündigt. Flüchtlingsbooten soll in Zukunft die Fahrt in australische Gewässer verwehrt werden, so die neue Premierministerin Julia Gillard.

    Stattdessen sollen die Ansprüche Asylsuchender in einem Lager im Nachbarland Timor Leste, dem früheren Osttimor, untersucht werden. Doch dort ist man von der Idee nicht gerade begeistert.

    Urs Wälterlin

  • Milliarden gegen die Wut

    Die Schäden, die die Ölpest im Golf von Mexiko im Meer und an den Küsten angerichtet hat, sind enorm. Und das Öl sprudelt weiter. Dazu kommen massive wirtschaftliche Belastungen - für die Menschen in der Golf-Region - und auch für BP.

    Der Konzern hat bis jetzt über drei Milliarden US-Doller ausgegeben für die Bewältigung der Katastrophe. Das wird aber nur ein kleiner Teil der Schlussrechnung sein. Ein Teil dieser Kosten sind Entschädigungszahlungen für Leute, die wegen des riesigen Lecks am Meeresgrund finanziell geschädigt wurden: Fischer, die nicht mehr fischen können, Austernzüchter, Beschäftigte in der Tourismusbranche.

    Max Akermann

Moderation: Philipp Scholkmann, Redaktion: Marcel Jegge