Aktionäre sollen Boni zurückfordern können

  • Montag, 27. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 27. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 27. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf will die Aktionäre bei den Managerlöhnen mitbestimmen lassen, konkret sollen Boni zurückgefordert werden können.

Weitere Themen:

Die Finanzkrise erfasst nun auch den Devisenmarkt.

US-Soldaten greifen in Syrien ein Dorf an und töten mehrere Zivilisten.

In den USA könnte Barack Obama bei der Präsidenschaftswahl trotz guter Umfrage-Werte wegen seiner Hautfarbe nicht gewählt werden.

Beiträge

  • Rechte der Aktionäre stärken

    Wie viel darf ein Manager verdienen? Diese Frage wird im Zusammenhang mit der Finanzkrise und der Revision des Aktienrechts neu diskutiert. Die Aktionäre sollen nun mehr Rechte erhalten.

    Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf präsentierte in der Rechtskommission des Ständerats ihre Lösungsansätze.

    Der Bundesrat will eine Zusatzbotschaft zur derzeit beim Parlament liegenden Revision des Aktienrechts ausarbeiten. Vergütungen von Verwaltungsräten und Managern sollen geregelt werden. Rückforderungsmöglichkeiten sollen verstärkt werden.

    Philipp Burkhardt sprach mit Bundesrätin Widmer-Schlumpf nach der Sitzung der Rechtskommission.

  • Die Talfahrt des Euro geht rasant weiter.

    Der Euro stürzt ab

    Monatelang wurden die Finanzmärkte durchgeschüttelt, doch die Devisenkurse blieben stabil. Nun aber stürzte der Euro an den internationalen Devisenmärkten ab.

    Er notierte gegenüber dem Franken auf einem Rekordtief und war auch gegenüber dem Dollar schwach. Der japanische Yen hingegen legte zu.

    Börsenticker von SF

    Barbara Widmer

  • US-Soldaten töten Zivilisten in Syrien

    Soldaten der US-Armee sollen vom Irak her in ein syrisches Dorf eingefallen sein und mehrere Menschen, darunter auch Kinder, getötet haben. Das behauptet die syrische Regierung.

    In Damaskus und in der arabischen Welt reagierten die Menschen mit Wut und Empörung. Der sichtlich geschockte syrische Aussenminister Walid al-Muallim verurteilte den Angriff als «kriminelle und terroristische Aggression» gegen sein Land.

    Der Angriff habe Terrorgruppen gegolten, die Angriffe im Irak ausgeübt hätten, sagte der irakische Regierungssprecher Ali al-Dabbagh. Das US-Militärkommando in Bagdad nahm auch einen Tag nach der Attacke nicht Stellung zu dem Vorfall.

    Iren Meier

  • Tom Bradley (1983).

    Wird Obama dem «Bradley-Effekt» trotzen?

    US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama liegt in den Umfragen vor seinem Konkurrenten John McCain. Dennoch ist die Wahl offen, denn der «Bradley-Effekt» könnte Obama einen Strich durch die Rechnung machen.

    Beim «Bradley-Effekt» handelt es sich um einen Erklärungsversuch, wieso in den USA schwarze Kandidaten für politische Ämter in der Wahl oft schlechter abschneiden, als dies nach den Umfragen im Vorfeld erwartet wurde.

    Bezeichnendes Beispiel dieses Effekts war 1982 der afro-amerikanische Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley. Er führte 1982 im Rennen um das Gouverneursamt von Kalifornien bis zum Wahltag deutlich und verlor dennoch. Man vermutet, weisse Wähler hätten in den Umfragen gelogen und sich schliesslich doch gegen einen Schwarzen entschieden.

    Peter Voegeli

  • Brasiliens Staatschef Lula da Silva.

    Linke verliert in Brasilien

    Mit den Bürgermeisterwahlen in den grössten Städten Brasiliens wurde die politische Landkarte neu gezeichnet. Für die regierende Linke von Staatspräsident Lula da Silva sind einige Rechnungen nicht aufgegangen.

    Selbst in ihren Stammlanden hat die Arbeiterpartei PT den Kürzeren gezogen. Die Millionen-Metrople Sao Paulo etwa ging an die Opposition. Die gemässigte Rechte hat sich durchgesetzt und für die Zukunft gut positioniert.

    Ulrich Achermann

  • Im kosovarischen Ferizaj regierte ein Drogen-Clan

    Drogen-Clan aus Kosovo in der Schweiz vor Gericht

    Laut einigen Experten ist der Drogenhandel und das organisierte Verbrechen ein zentraler Wirtschaftsfaktor Kosovos. Beispiel dafür könnte der kosovarische Familienclan sein, der gegenwärtig in Bellinzona vor dem Bundesstrafgericht angeklagt ist.

    Die Anklage behauptet, dieser Clan habe zu den Hauptlieferanten auf dem europäischen Drogen-Markt gehört. Zwischen 1997 und 2004 habe die Bande gegen zwei Tonnen Heroin gehandelt und die Millionen-Erträge im Kosovo wieder investiert. Wohn- und Wirkungsort des Drogen-Clans ist Ferizaj in Kosovo.

    Walter Müller

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer