Armeechef Nef geht in die Offensive

  • Donnerstag, 17. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 17. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 17. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Seit Tagen sorgt Armeechef Roland Nef für Schlagzeilen. Nun hat er sich erstmals vor den Medien zu den Vorwürfen geäussert. Dabei räumte er ein, seiner Ex-Freundin eine Wiedergutmachung gezahlt zu haben.

Weitere Themen:

Vor einem Ausschuss des US-Senats werden zwei Manager der Schweizer Grossbank UBS gehört.

Bei der Abstimmung über die geplanten Steuererhebungen auf landwirtschaftliche Exporte erleidet Argentiniens Regierung eine unerwartete Niederlage.

 

Beiträge

  • Beklagt eine «Rufmordkampagne»: Armeechef Roland Nef.

    Armeechef tritt die Flucht nach vorn an

    Tagelang hatte der Armeechef die Schlagzeilen beherrscht, nun ging Roland Nef in die Offensive: Er räumte ein, seiner Ex-Freundin eine Wiedergutmachung gezahlt zu haben.

    Wofür und wieviel, sagte Nef bei seiner relativ kurzfristig anberaumten Pressekonferenz nicht. Er verwies auf seine Privatsphäre. Den Journalisten teilte er mit, er habe gegen den «Blick» eine Klage eingereicht, weil er durch dessen Berichterstattung seine Persönlichkeitsrechte verletzt sehe. Nefs Auftritt in Bern war der erste, seit bekannt wurde, dass gegen ihn ein Verfahren hängig war.

    Nef beklagte eine «Rufmordkampagne». Auch wenn er als Chef der Armee eine Person des öffentlichen Interesses sei und aufgrund seiner Verantwortung höhere Massstäbe an ihn gestellt würden, bleibe er auch Mensch und Bürger des Rechtsstaates.

    Philipp Burkhardt

  • Antworten der UBS werden am Hearing in Washington erwartet.

    UBS-Manager vor US-Senat

    Zwei Manager der Schweizer Grossbank UBS haben vor ungewohntem Publikum gesprochen: Im Zuge der Steueraffäre waren sie als Zeugen vor einen Untersuchungsausschuss des US-Senats geladen.

    Dem Senat lag ein gut 100-seitiger Bericht vor, in dem es um «Steuerparadiese» geht. Der UBS wird in diesem Papier der Vorwurf gemacht, sie habe reiche US-Bürger dabei unterstützt, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen.  

    Wirtschaftsredaktor Thomas Rüst hat den Bericht gelesen. Er erklärt zunächst, was genau darin steht. Anschliessend berichtet USA-Korrespondent Peter Voegeli aus Washington über den letzten Stand des Hearings.

    Martin Durrer

  • Grosskundgebung in Argentinen gegen höhere Agrarabgaben.

    Dämpfer für Argentiniens Präsidentin Kirchner

    In Argentinien zeichnet sich die erste politische Krise für Präsidentin Cristina Kirchner ab. Nach einer 18-stündigen Marathonsitzung unterlag sie im Parlament mit ihren Plänen, die Exportabgaben für Agrarprodukte zu erhöhen.

    Den Ausschlag gab am Ende das Stimmverhalten ihres Stellvertreters, Vize-Präsident Julio Cobos. Er votierte gegen sie. Ob Cobos, der der oppositionellen Radikalen Partei UCR angehört, sein Amt nun niederlegt, ist noch nicht klar.

    Kirchner hatte die geplante Abgabenerhöhung auf Soja- und Sonnenblumenerzeugnisse mit den hohen Gewinnen der Landwirtschaft begründet. Die zusätzlichen Einnahmen sollten in die Bekämpfung der Armut fliessen.

    Ueli Achermann

  • Der französische Umweltminister fordert Sicherheitsmessungen in sämtlichen Kernkraftwerken.

    Sicherheits-Check bei allen französischen AKWs

    Ein Unfall in der französischen Nuklearanlage Tricastin hatte vergangene Woche die Öffentlichkeit alarmiert. Für Erstaunen sorgte unter anderem, wie lange es dauerte, ehe die Behörden überhaupt reagierten.

    Nun äussern sich die Verantwortlichen erneut. Plötzlich klingen sie besorgt. Inzwischen haben Messungen ergeben, dass bereits vor dem Unfall Uran im Grundwasser war. Der Umweltminister fordert nun, Sicherheitsmessungen in sämtlichen Atomanlagen des Landes vorzunehmen.

    Philipp Scholkmann

  • Interkulturell: Schweizer lassen Marktchancen in China testen

    Das riesige, boomende China ist für viele Branchen ein begehrter Markt. Alles wächst dort - auch die Kanalisation. Ein Schweizer Rohrleitungshersteller würde dort gern mitmischen.

    Das Unternehmen hat dafür bei St. Galler Studenten eine Projekt in Auftrag gegeben, das die Chancen für einen Markteintritt der Schweizer ausloten soll.

    Das Besondere: Die Schweizer Studenten haben Hilfe von Kommilitonen aus China. Beide Seiten sind sich einig, dass die Arbeit nicht immer einfach, aber ungeheuer lehrreich ist.

    Roland Wermelinger

  • Sommergeschichte mit Geschichte: Frauen rüsten an der Saffa auf

    Unter dem Motto «Lebenskreis der Frau in Familie, Beruf und Staat» fand 1958 die zweite Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit Saffa statt.

    Obwohl diese Landesaustellung vor fünfzig Jahren noch ein ganz anderes Frauenbild vermittelte, profitieren auch heute noch Unternehmerinnen von der Saffa.

    Aus der Ausstellung wurde später die Bürgschaftsgenossenschaft Saffa, die auch heute noch Bankkredite an Frauen vermittelt.

    Charles Liebherr

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Urs Bruderer