Armeechef Nef will zurücktreten

  • Freitag, 25. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 25. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 25. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Armeechef Roland Nef bietet seinen Rücktritt an. Verteidigungsminister Samuel Schmid seinerseits wird nach einer ausführlichen Anhörung nicht zum Rücktritt aufgefordert, doch sein Departement soll überprüft werden.

Weitere Themen:

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama will sein aussenpolitisches Profil schärfen.

Ein päpstliches Rundschreiben zum Thema Sexualmoral von 1968 hat Folgen bis heute.

Journalisten in China werden zwei Wochen vor Beginn der olympischen Spiele immer wieder an der Arbeit gehindert.

Beiträge

  • Verteidigungsminister Samuel Schmid.

    Misstrauensvotum gegen Schmid

    Bundesrat Samuel Schmid kommt in der Affäre Nef vorerst mit einem blauen Auge davon. Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats fordert Schmid nicht zum Rücktritt auf.

    Dieser Entscheid fiel mit zwölf gegen acht Stimmen bei vier Enthaltungen, was laut Kommissions-Präsident Bruno Zuppiger (SVP/ZH) einer Misstrauensbezeugung gegenüber dem Verteidigungsminister gleich komme.

    Das Misstrauen äusserte sich auch in der Forderung, dass Schmids Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) durch die Geschäftsprüfungskommission (GPK) überprüft werden soll. Insbesondere die Kaderselektion soll unter die Lupe genommen werden.

    Pascal Krauthammer

  • Roland Nef (l.) und Bundesrat Samuel Schmid.

    Kommentar: Politisches Kalkül im Fall Schmid

    Mit seinem Rücktrittsangebot hat Roland Nef die Konsequenzen aus dem Verlust seiner Glaubwürdigkeit als Armeechef gezogen. Damit ist das Kapitel Nef in der Krise an der Armeespitze erledigt, wie DRS-Inlandchef Lukas Schmutz meint.

    Doch welche Konsequenzen wird Verteidigungsminister Samuel Schmid ziehen? Die Forderung nach einem Rücktritt Schmids liege sachlich auf der Hand, werde aber nicht vom konkreten Vorgehen in der Affäre Nef bestimmt, so Schmutz.

    Die vorsichtig austarierten Erklärungen der Sicherheitspolitischen Kommissionen von National- und Ständerat zeigten, dass politisches Kalkül die Frage überlagere. Nämlich parteipolitische Überlegungen über die zukünftige Zusammensetzung des Bundesrats.

    Lukas Schmutz

  • Barack Obama auf Tuchfühlung mit seinen Fans in Berlin.

    Obama schärft sein aussenpolitisches Profil

    Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama wird auf seiner Reise wie ein Präsident empfangen. In erster Linie soll die Wahlkampfreise sein aussenpolitische Profil schärfen.

    Denn Aussenpolitik sei die grösste Schwäche des 46-jährigen Politikers, hiess es vor der Reise. So flog Obama vom Hindukusch in Afghanistan nach Israel, vom Tigris in Bagdad über Berlin und Paris bis schliesslich an die Themse nach London, wo er morgen empfangen wird. Am Ende der Auslandtour kann der charismatische Politiker zufrieden sein.

  • Ist die Sexualmoral der katholischen Kirche völlig antiquiert?

    Päpstliches Rundschreiben mit Folgen

    Heute vor 40 Jahren ist die Enzyklika «Humanae Vitae» erschienen. In diesem päpstlichen Rundschreiben äusserte sich Papst Paul VI. zum Thema Sexualmoral.

    Die Schrift trägt den inoffiziellen Untertitel «Über die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens». Papst Paul VI. bezeichnete Empfängnisverhütung, Kondome und die Pille als gegen die katholische Moral gerichtet. Damit löste er einen Sturm der Entrüstung aus, der bis heute andauert.

    Die Frage an Generalvikar Roland-Bernhard Trauffer, dem Präsidenten der Deutschschweizer Ordinarienkonferenz: Hat sich diese ausgesprochen rigide Linie aus Sicht der katholischen Kirche bewährt?

    Casper Selg

  • Chinesischer Beamter stoppt Journalisten bei der Arbeit.

    Chinesische Beamte behindern Journalisten

    Zwei Wochen vor Beginn der olympischen Spiele werden immer wieder ausländische Journalisten in China an der Arbeit gehindert. In den letzten 16 Monaten sind beim Club der Auslandskorrespondenten in China 260 Fälle gemeldet worden.

    Der Korrespondent von Schweizer Radio DRS in China, Peter Achten, ist bei einem seiner letzten Interviews für eine Reportage über Wanderarbeiter gestoppt und an der Weiterarbeit gehindert worden. Chinesische Beamte haben sein Material beschlagnahmt.

    Die Frage an Peter Achten: Was ist genau passiert?

    Casper Selg

  • Bildausschnitt Album «Highway 61 Revisited».

    Sommergeschichte mit Geschichte: Bob Dylan

    Am 25. Juli 1965 erfand Bob Dylan die Rockmusik. In New York griff er als erster Musiker zur elektrischen Gitarre. Poetische Texte verpackte Dylan in ultralaute Musik, niemand hatte das je zuvor getan.

    Der Auftritt am Newport Folk Festival machte Dylan zum Rockstar und zum politisch engagierten Idol einer ganzen Generation.

    Eric Facon

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Urs Bruderer