Armeechef Philippe Rebord und der Cyberkrieg

  • Montag, 10. April 2017, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 10. April 2017, 18:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 10. April 2017, 19:00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur, Radio SRF Musikwelle und Radio SRF 4 News

Beiträge

  • Statt einer Cyber-Truppe hat die Schweiz also höchstens ein Cyber-Trüppchen. Es werde einen Ausbau geben, kündigt Armee-Chef Philippe Rebord an.

    Armeechef Philippe Rebord und der Cyberkrieg

    Philipp Rebord hat Bilanz gezogen über seine 100 ersten Tage als Chef der Schweizer Armee.

    Die Rede war von neuen Kampfjets, die die Schweiz brauche, von der Artillerie, die erneuert werden müsse – und vom Cyber-Space: Die Armee denkt darüber nach, einen Gegner im Cyber-Space angreifen zu können. In Wahrheit steckt die Schweizer Cyber-Abwehr allerdings noch in den Kinderschuhen.

    Dominik Meier

  • Die Reformpädagogik wird seit geraumer Zeit immer wieder kritisiert. Zuerst waren es die Enthüllungen rund um die deutsche Odenwaldschule, wo extreme Missbräuche von Kindern über lange Zeit stattfanden. Das Buch über Jürg Jegges sexuellen Missbrauch von Schülern hat das Thema auch in der Schweiz in die Schlagzeilen gebracht.

    Schatten über der Reformpädagogik

    In den 1970er-Jahren wehte ein frischer Wind durch die Klassenzimmer. Eine Bewegung, die den Drill und autoritäre Lehrer weg haben wollte. Die sogenannte Reformpädagogik sah das Kind und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt.

    Seit bekannt geworden ist, dass der Pädagoge Jürg Jegge Minderjährige sexuell missbraucht hat, wird das Thema auch in der Schweiz intensiv diskutiert. Das Gespräch mit Damian Miller, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

    Nicoletta Cimmino

  •  70‘000 Menschen haben Jean-Luc Mélenchon in Marseille gefeiert. Er verspricht eine ökologische Steuerreform, den Atomausstieg, eine grüne Bio-Landwirtschaft das Ende aller Dieselautos auf Frankreichs Strassen und noch viel mehr.

    Jean-Luc Mélenchons Höhenflug

    Gemäss Umfragen haben in Frankreich immer noch Marine Le Pen und Emmanuel Macron in zwei Wochen bei den Präsidentschaftswahlen die besten Chancen, allerdings stagnieren ihre Umfragewerte. Dafür spürt einer der Aussenseiter Wind unter den Flügeln: Linksaussen-Kandidat Jean-Luc Mélenchon.

    Charles Liebherr

  • Die christliche Minderheit, die zehn Prozent Kopten in Ägypten, zählen zu den treuesten Unterstützern des ägyptischen Staatschefs as-Sisi. Doch Sicherheit hat er nicht gebracht. Bild: Sicherheitskräfte vor einer der koptischen Kirchen, auf die ein Anschlag verübt wurde.

    Ausnahmezustand in Ägypten

    Nach den Attentaten auf koptische Christen am Palmsonntag gilt in Ägypten der Ausnahmezustand. Ein Eingeständnis von Staatschef as-Sisi, dass er angesichts des islamistischen Terrors sein wichtigstes Versprechen nicht einzulösen vermag – die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen.

    Philipp Scholkmann

  • «Wir leben in Containern», erzählt Bauer Massimo Rappini, dem das zerstörte Bauernhaus auf dem Biild gehört. Für seine Schafe hat er vom Zivilschutz als Übergangslösung ein Zelt erhalten.

    Landwirtschaft in Amatrice – Notställe als Notpflaster

    Seit August des vergangenen Jahres ist die Region von Amatrice in Mittelitalien von zahlreichen Erdbeben heimgesucht worden. Die schweren Erdstösse haben über 300 Menschenleben gefordert und tausende Häuser zerstört – und die Wirtschaft der Gegend stark zurückgeworfen.

    Eine der wichtigsten Einnahmequellen dort ist die Viehzucht.

    Franco Battel

  • Es ist wichtig, dass eine AG auch eine Aura hat, und die Aktionäre, die an eine Generalversammlung kommen, die machen diese Aura aus. Nur rein virtuell – das ist herzlos, sagt der Glarner Hansjörg Stucki, der mit seiner Firma «Nimbus» Grosskonzernen diverse Aufgaben rund um die GV abnimmt.

    Das Wesen der Generalversammlung

    Frühling ist auch die Zeit der Generalversammlungen: Die börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz informieren übers vergangene Geschäftsjahr, Aktionäre wählen Verwaltungsrätinnen und entscheiden über Manager-Boni und Dividenden.

    Seit zwei Jahren erlaubt das Gesetz auch virtuelle Generalversammlungen; Aktionärinnen und Aktionäre schalten sich via Internet zu und stimmen elektronisch ab. Das Angebot wird aber kaum genutzt. Trotzdem gibt es auch bei «altmodischen» Generalversammlungen neue Techniken.

    Andi Lüscher

  • Keine Gerechtigkeit für Putu Oka. Der indonesische Poet steht für hundertausende Opfer des indonesischen Massenmordes vor über 50 Jahren.

    Indonesien – Warten auf späte Gerechtigkeit

    Hunderttausende Opfer und Angehörige erinnern sich immer noch an die Massaker, die 1965 durch Teile der indonesischen Armee verübt worden sind. Befohlen hatte diese der damalige General und spätere Präsident Suharto.

    Bis zu einer Million Kommunisten und Sympathisantinnen wurden umgebracht, zehntausende Menschen ohne Prozess ins Gefängnis gesteckt. Der Poet Putu Oka ist einer der Überlebenden dieses Grauens.

    Karin Wenger

Moderation: Nicoletta Cimmino, Redaktion: Tobias Gasser