Armeechef Roland Nef wird beurlaubt

  • Montag, 21. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 21. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 21. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Bundesrat Samuel Schmid hat den Armeechef Roland Nef vorübergehend beurlaubt. Der Verteidigungsminister gibt Nef damit eine Chance, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften.

Weitere Themen:

Der Basler Pharmakonzern Roche will das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Genentech ganz übernehmen.

Die Welthandelsorganisation WTO versucht, die Handelshemmnisse zwischen den Ländern abzubauen.

In Frankreich wird die Abstimmung über die Verfassungsreform zum Test für Nicolas Sarkozy.

Beiträge

  • Schmid beurlaubt Armeechef Nef

    Bundesrat Samuel Schmid hat Armeechef Roland Nef vorübergehend beurlaubt. Der Verteidigungsminister gibt Nef einen Monat Zeit, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften.

    Der in der Kritik stehende Nef habe bis zur ersten Sitzung des Bundesrats nach den Ferien am 20. August Zeit, die gesamten Fakten auf den Tisch zu legen, sagte Schmid. Falls Nef das in ihn gesetzte Vertrauen nicht erfüllt, will Schmid dem Gesamtbundesrat die Entlassung Nefs beantragen.

    Die Affäre um den Armeechef setzt auch seinem politischen Vorgesetzten zu. Obwohl Schmid erstmals Fehler zugegeben hat, ist ein Rücktritt für ihn kein Thema.

    Pascal Krauthammer, Hans Ineichen, Oliver Washington

  • Roche will US-Tochter Genentech ganz übernehmen.

    Roche will Genentech ganz übernehmen

    Roche ist seit 1990 Mehrheitsaktionär von Genentech. Nun will der Basler Pharmakonzern das amerikanische Biotech-Unternehmen ganz schlucken.

    Der Roche-Konzern wird sich die noch nicht in seinem Besitz befindlichen rund 44 Prozent seiner Tochter Genentech fast 44 Milliarden Dollar kosten lassen. Doch die grösste Firmenübernahme der Schweizer Wirtschaftsgeschichte birgt auch Risiken.

    Rainer Borer

  • WTO-Hauptsitz in Genf.

    WTO ringt um Einigung

    Die Welthandelsorganisation WTO versucht, die Handelshemmnisse zwischen den Ländern abzubauen. Doch jedes Land achtet darauf, den eigenen Markt vor allzu günstigen Produkten aus dem Ausland zu schützen.

    Wie der Handel künftig organisiert werden soll, darum ringen die Handelsminister seit sechseinhalb Jahren ohne Erfolg. Diese Woche soll nun in Genf eine Einigung wenigstens in den wichtigsten Punkten erzielt werden.

    Markus Mugglin

  • «Handel ist stärker als WTO»

    Die Vertreter der 153 WTO-Mitglieder ringen um eine weitere Liberalisierung des Welthandels. Die Aussichten auf eine Einigung werden allerseits als klein angesehen.

    Auch wenn die Gespräche ohne Ergebnis bleiben und die Runde in der Welthandelsorganisation WTO blockiert bleibt, so heisst das noch lange nicht, dass die internationale Liberalisierung weltweit ins Stocken kommt.

    Denn der Handel sei stärker als die WTO, sagt Simon Evenett, Professor für internationale Handelspolitik an der Universität St. Gallen.

    Priscilla Imboden

  • Test für Nicolas Sarkozy.

    Sarkozys Verfassungsreform wird zur Zitterpartie

    Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will mit einer Verfassungsänderung das Verhältnis zwischen Staatspräsident und Parlament klarer regeln. Doch die Abstimmung über die Reform im Parlament wird für ihn zur Zitterpartie.

    Der sozialistischen Opposition gehen die Änderungen zu wenig weit. Ausserdem könnte die Reform wegen mehrerer Abtrünniger im konservativen Lager scheitern. Das wäre die bislang schwerste Niederlage für Sarkozy.

    Philipp Scholkmann

  • Aernschd Born war bei der Besetzung des Baugeländes für das AKW Kaiseraugst dabei.

    Sommergeschichte mit Geschichte: Besetzung von Kaiseraugst 1975

    1975 wurde in der Schweiz heftig über die Atomkraft diskutiert. An Ostern besetzten Atomgegner das Baugelände des geplanten Atomkraftwerks Kaiseraugst im Aargau.

    Erst Anfang Sommer verliessen die Besetzerinnen und Besetzer das Gelände wieder. Seither ist in der Diskussion um Atomkraftwerke in der Schweiz vieles anders.

    Marcel Jegge

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Roman Fillinger