Bedingte Hilfe für deutsche Banken

  • Montag, 20. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 20. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 20. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Das 500-Milliarden-Euro-Hilfspaket der deutschen Regierung für die angeschlagenen Banken ist an Bedingungen geknüpft: Unterstützt werden nur jene Finanzinstitute, welche die Löhne ihrer Manager auf maximal 500 000 Euro jährlich begrenzen.

Weitere Themen:

Heikle Diskussion um Managerlöhne in der Schweiz.

Die SP ist gegen das staatliche Hilfspaket für die UBS in der jetzigen Form..

Die EU-Klimaziele geraten in den Schatten der Finanzkrise.

Beiträge

  • Wer staatliches Geld will, muss das Gehalt seiner Manager begrenzen.

    Rettungspaket mit Forderungen an deutsche Banken

    Das 500-Milliarden-Hilfeprogramm, welches die Regierung in Berlin innerhalb einer Woche für die angeschlagenen Banken in Deutschland zusammengestellt hat, ist mit Bedingungen verbunden.

    Deutsche Finanzinstitute, welche staatliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen, müssen unter anderem die Jahreslöhne ihrer Manager auf 500 000 Euro begrenzen. Auch die freiwilligen Abgangsentschädigungen sollen wegfallen.

    Ursula Hürzeler

  • Spitzensaläre in der Finanzindustrie geben viel zu reden.

    Umstrittene Spitzensaläre in der Finanzindustrie

    In der Öffentlichkeit gibt die Lohnpolitik der Schweizer Banken zu reden. Die hohen Manager-Saläre stossen angesichts der Finanzkrise weiten Teilen der Bevölkerung sauer auf.

    Die Frage stellt sich aber, wie eine praktikable Lösung zur Verhinderung von Lohn-Exzessen aussehen könnte. Dreh- und Angelpunkt wären dabei wohl die Aktionäre, die mehr Einfluss auf die Löhne der Top-Kader nehmen sollten.

    Stephan Hostettler ist Unternehmer und Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. Die Frage an ihn: Halten Sie Lohn-Obergrenzen, wie es die deutsche Regierung verordnet, für sinnvoll?

    Hans Ineichen

  • Christian Levrat äussert sich zur Finanzkrise.

    Schweizer Sozialdemokraten kritisieren Rettungspaket für UBS

    Gegen das 68-Milliarden-Franken-Rettungspaket des Bundesrates für die UBS formiert sich Widerstand. Die SP lehnt es als finanziell und demokratisch unhaltbar ab, wie die Partei an einer Medienkonferenz erklärte.

    SP-Präsident Christian Levrat fordert mehr Mitsprache für den Staat und eine klare Begrenzung der Boni für die UBS-Banker. Doch das Parlament kann an den Beschlüssen von Bundesrat und Finanzdelegation kaum noch etwas ändern.

    Philipp Burkhardt

  • EU-Klimaschutz im Schatten der Finanzkrise

    Mit einem ehrgeizigen Klimapaket wollte die Europäische Union weltweit zum Vorbild in Sachen Klimaschutz werden. Doch beim Gipfeltreffen der europäischen Umweltminister in Luxemburg wurde deutlich, dass die Finanzkrise den angestrebten Klimakompromiss in Gefahr bringt.

    Der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Frankreichs Umweltminister Jean-Louis Borloo, wies in Luxemburg Forderungen aus Italien und Polen zurück, einen Beschluss über die ambitionierten Klimaziele aufzuschieben.

    Mit dem Klimaschutzpaket wollen sich die 27 EU-Staaten auf ehrgeizige Ziele verpflichten. Der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoss soll bis 2020 um ein Fünftel gesenkt werden. Zudem sollen mehr erneuerbare Energien wie Agrartreibstoff oder Windkraft zum Einsatz kommen.

    Thomas Oberer

  • Vor dem türkischen Hochsicherheitsgericht in der Kleinstadt Silivri.

    Ergenekon-Prozess in Türkei hat begonnen

    Vor einem türkischen Gericht hat der Prozess gegen 86 mutmassliche Mitglieder einer mutmasslichen nationalistischen Verschwörergruppe begonnen.

    Den Angeklagten wird vorgeworfen, als Mitglieder der Organisation Ergenekon einen gewaltsamen Umsturz der Regierung Erdogan geplant zu haben.

    Akin Birdal war als Menschenrechtsaktivist vor zehn Jahren eines der zahlreichen Opfer von Ergenekon und sitzt heute im türkischen Parlament. Er hat den Anschlag nur knapp überlebt.

    Werner van Gent

  • Sexuelle Ausbeutung: Mädchen und Jungen jeden Alters sind gefährdet.

    Problematische Umsetzung der Unverjährbarkeits-Initiative

    Die Volksinitiative «für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern» will die rechtliche Situation von Betroffenen verbessern, die als Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind.

    Gegenüber den konkreten Forderungen der Opferhilfe-Organisation «Marche Blanche», welche die Initiative lanciert hat, bestehen aber starke Bedenken. Denn die Unverjährbarkeits-Initiative betritt Neuland: Gemäss Strafgesetzbuch gilt nicht einmal für Mord eine unbeschränkte Verjährungsfrist.

    Elmar Plozza

  • Hispanics - umworbene Minderheit im US-Wahlkampf

    Im US-Bundesstaat New Mexico, wo sich fast jeder zweite Einwohner, jede zweite Einwohnerin als Hispanic bezeichnet, werben die US-Präsidentschaftskandidaten besonders um die Gunst der Wähler.

    Denn die Hispanics sind die grösste und am schnellsten wachsende Minderheit in den USA. Und werden damit zu einem mit-entscheidenden Faktor bei der Wahl für einen neuen US-Präsidenten.

    Max Akermann

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Massimo Agostinis