Berlusconis Immunität aufgehoben

  • Mittwoch, 7. Oktober 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 7. Oktober 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 7. Oktober 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Das Oberste Gericht Italiens hat ein Gesetz, das Ministerpräsident Silvio Berlusconi Schutz vor Strafverfolgung sichert, für verfassungswidrig erklärt.  

Weitere Themen:

Dieses Jahr wurden bisher sehr lebensnahe Forschungsarbeiten mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Nationalratskommission will bei der Arbeitslosenversicherung vor allem bei den Jungen sparen.

In Polen treten weitere Regierungsmitglieder zurück.

 

Beiträge

  • Berlusconi droht der Gang vor Gericht

    Das italienische Verfassungsgericht hat die Immunität des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vor Strafverfolgung aufgehoben. Die 15 Verfassungsrichter erklärten ein umstrittenes Gesetz für nicht verfassungskonform.

    Nun droht dem seit Monaten von Schlagzeilen über angebliche Frauengeschichten und wilde Partys im Regierungspalast geplagten Medienmogul die Wiederaufnahme gleich mehrerer Verfahren.

    Massimo Agonstinis

  • Mehr arbeitslose Jugendliche - weniger Hilfe?

    Die Jugendarbeitslosenquote liegt bei 5,2%. Das ist eine rekordverdächtige Zahl - und eine immense Zunahme: Verglichen mit dem Vorjahr sind fast 75 % mehr Jugendliche arbeitslos.

    Just in dieser Situation will die Wirtschaftskommission des Nationalrats die Taggelder für jugendliche Arbeitslose kürzen.

    Katrin Hug

  • Rettungstrupp zurück aus Sumatra

    Die Schweizer Rettungskette ist zurück aus Indonesien. Als erste von Scharen von Helfenden aus aller Welt waren Schweizer in der Nacht auf Freitag im Erdbebengebiet von Sumatra gelandet. Lebende konnten die 115 Retter und ihre 18 Hunde keine bergen.

    Trotzdem sei die Mission nötig und die hohen Kosten wert gewesen, betonten die Verantwortlichen nach der Rückkehr der Helfer.

    Klaus Ammann

  • «Praktische» Anwendungen im Zentrum der Nobelpreise

    Halbzeit bei den Nobel-Preisen. Die üblicherweise meist beachteten kommen noch: Literatur und Frieden.

    Bei den bisher vergebenen fällt auf, dass sehr lebensnahe, praxis-orientierte Anwendungen im Zentrum standen: Krebsforschung bei der Medizin, Digital-Fotografie und schnelle Datenübertragung bei der Physik. Und jetzt, bei der Chemie, eigentlich das Leben an und für sich.

    Gespräch mit Wissenschafts-Redaktor Thomas Häusler.

    Hans Ineichen

  • Polen: Schlechte Karten für Tusk

    In Polen macht Premier Donald Tusk die schwierigste Phase seiner bisherigen Amtszeit durch. Seine Regierung wird von einem Glücksspielskandal erschüttert, der nun drei Ministern das Amt kostet.

    Tusk wird sein Kabinett umbilden müssen. Gespannt fragt man sich in Warschau, ob der Mann, dem sonst alles ein bisschen leichter fällt, mit diesen Turbulenzen zurecht kommen wird.

    Marc Lehmann

  • Österreich: Korruptionsvorwürfe gegen Grasser

    Karl-Heinz Grasser ist der Sunnyboy der österreichischen Jetset-Szene. Als Finanzminister privatisierte Grasser 60'000 staatseigene Wohnungen. Jetzt haben nahe Freunde zugegeben, bei diesem Deal zehn Millionen Euro Beraterhonorar kassiert zu haben.

    Ausserdem bezeugte ein ehemaliger Beamter im Ministerium bei der Staatsanwaltschaft, der Verkauf der Wohnungen sei ein abgekartetes Spiel gewesen.

    Joe Schelbert

  • Ai Wei Wei: Regimekritik als künstlerisches Programm

    Keiner der vielen chinesischen Kunstschaffenden, ist auch hier im Westen so bekannt wie er. Denn keiner exponiert sich so wie er: «Ai Uei Uei». Seine Blogs, die Misstände in China anprangern, sind dort beliebt und werden von der Zensur regelmässig gesperrt.

    Nun zeigt das Münchner Haus der Kunst unter dem Titel «So Sorry» eine grosse Einzelschau.

    Barbara Basting

  • Tschetschenien: Normalisierung als Fassade

    Vor drei Jahren wurde Anna Politkowskaja erschossen. Die Journalistin hatte immer wieder über Kriegsverbrechen in der russischen Teilrepublik Tschetschenien geschrieben.

    Noch heute sind Täter und Hintermänner des Mordes an Politkowskaja nicht zur Rechenschaft gezogen, genausowenig wie jene, die für den Mord an der Menschenrechtlerin Natalia Estemirowa diesen Sommer verantwortlich sind.

    Gibt es Chancen, dass die Morde noch aufgeklärt werden?

    Gespräch mit dem «Zeit»-Journalisten Johannes Voswinkel, der eben in Tschetschenien war.

    Hans Ineichen

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli